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	<title>i-ref.de &#187; Kathleen Waechter</title>
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	<description>Magazine for contemporary culture &#38; the human body</description>
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		<title>Dokumentarfilm: Wheedle&#8217;s Groove &#8211; Funk &amp; Soul in Seattle</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 11:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gab diese Zeit, bevor Informationen, Geräusche, Bilder und einfach alles in Sekundenschnelle um den Globus geschickt werden konnten. Diese internet- und globalisierungsfreie Zeit, in der etwas an einem Ort passierte und es nur an diesem Ort passierte. Zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt. So war das wohl auch mit der Soul- und Funk-Szene in Seattle. Seattle. Die Stadt Nirvanas, Pearl Jams und Death Cab for Cuties war bisher nie als Soul-Brutstätte bekannt. Motown-Detroit war das, aber nicht Seattle! Und doch gab es eine Szene in Seattle, die in den 70igern allgegenwärtig und vor allem so gut war, dass man gar nicht glauben kann, dass sie von der Geschichte einfach vergessen wurde. Aber sie wurde. Vergessen.

Jennifer Maas’ Dokumentarfilm „Wheedles Groove“ erinnert. Er ist eine Hommage an diese Seattle Zeit, ein großartiges Patchwork aus persönlichen Erinnerungen und Anekdoten von Künstlern, die ganz groß raus gekommen wären, hätten sie in Chicago gelebt oder San Fransico, oder eben Detroit. Aber]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-19211" src="http://www.i-ref.de/wp-content/imagescaler/d9707275d723d851b513a773fcff844b.jpg" alt="" width="525" height="339" imagescaler="http://www.i-ref.de/wp-content/imagescaler/f39faba27d2e691dab4bc04d1f0e4909.jpg" /><img class="alignnone size-full wp-image-19210" src="http://www.i-ref.de/wp-content/imagescaler/5e16d5caf0710c23e9c51847956f3c61.jpg" alt="" width="525" height="304" imagescaler="http://www.i-ref.de/wp-content/imagescaler/55a7b66ddb1b6637cb7318f8e9dace9a.jpg" /><br />
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<p></p>
<p><strong>Es gab diese Zeit, bevor Informationen, Geräusche, Bilder und einfach alles in Sekundenschnelle um den Globus geschickt werden konnten. Diese internet- und globalisierungsfreie Zeit, in der etwas an einem Ort passierte und es nur an diesem Ort passierte. Zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt. So war das wohl auch mit der Soul- und Funk-Szene in Seattle. Seattle. Die Stadt Nirvanas, Pearl Jams und Death Cab for Cuties war bisher nie als Soul-Brutstätte bekannt. Motown-Detroit war das, aber nicht Seattle! Und doch gab es eine Szene in Seattle, die in den 70igern allgegenwärtig und vor allem so gut war, dass man gar nicht glauben kann, dass sie von der Geschichte einfach vergessen wurde. Aber sie wurde. Vergessen.</strong></p>
<p>Jennifer Maas’ Dokumentarfilm „Wheedles Groove“ erinnert. Er ist eine Hommage an diese Seattle Zeit, ein großartiges Patchwork aus persönlichen Erinnerungen und Anekdoten von Künstlern, die ganz groß raus gekommen wären, hätten sie in Chicago, San Fransico, oder eben in Detroit gelebt. Aber die Geschichte der Geografie, oder die Geografie der Geschichte war dagegen. Das nordöstlich gelegene Seattle wurde von der Musikindustrie nicht angesteuert. Die einzigen weltbekannten Seattler aus der Zeit wurden erst weltbekannt, als sie Seatlle längst hinter sich gelassen hatten: Jimi Hendrix und Quincy Jones.</p>
<p>Die Bands, die daheim in Seattle blieben trugen Namen wie &#8220;The Black and White Affair&#8221;, &#8220;Ron Buford&#8221;, &#8220;Cookin’ Bag&#8221;, &#8220;Robby Hill’s family affair&#8221; und Patrinell Staten. Auf den Hitlisten des lokalen Radiosenders KYAC waren ihre Songs ganz oben, direkt über Diana Ross oder Earth, Wind and Fire.</p>
<p>Die Doku erweckt sie alle wieder zum Leben. Mit Filmmaterial, Fotos und alten Flyer-Kopien werden die 70iger in Seattle visuell reanimiert. Den Original-Soundtrack liefert der Seattle-DJ und Sammler Mr. Supreme. Supreme hat in einem Secondhand-Laden einst durch Zufall eine Platte der Seattle Szene gefunden und dann in jahrelanger ‚Detektivarbeit’ einen Großteil der Platten aus der Zeit aufspüren und retten können. Und zuletzt kommen die in die Jahre gekommenen, vergessenen Seattle Legenden selbst zu Wort. Einer der schönsten Momente ist, als die Kamera Pastorin Patrinell Staten Wright dabei beobachtet, wie sie ihre Platte „Little Love Affair“ (von 1969) hört und den Takt so mittippt, wie es wohl nur eine wahre Soul-Queen hinkriegen kann.</p>
<p>Am Ende von Wheedle’s Groove wird der Fehler der Geschichte wieder gut gemacht. Das in Seattle beheimatete Label &#8216;Light in the Attic&#8217; bringt mithilfe von Mr Supreme die Compilation &#8220;Wheedle&#8217;s Groove&#8221; heraus (<a target="_blank" href="http://lightintheattic.net/releases/65-wheedle-s-groove-seattle-s-finest-in-funk-soul-1965-75" target="_blank">anzuhören hier</a>).</p>
<p>Und zur Feier der Platte kommen sie alle wieder zusammen. Real und auf der Bühne, die alten Herren und Damen. Und sie grooven noch immer so, wie vor 40 Jahren.</p>
<p>PS! Der Film läuft zurzeit (in 19 kleinen Clips) auf <a target="_blank" href="http://pitchfork.com/tv/#/one-week-only/1649-wheedles-groove/" target="_blank">Pitchfork TV</a>.</p>
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		<title>Wenn Bielefeld etwas hat, dann ist es ein Ruf</title>
		<link>http://www.i-ref.de/2011/02/17/wenn-bielefeld-etwas-hat-dann-ist-es-ein-ruf/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 15:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[life]]></category>
		<category><![CDATA[bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[photography]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Bielefeld etwas hat, für das es über die Bundes- und Ländergrenze hinaus bekannt ist, dann ist es seine Fotografie. Der Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld entlässt jedes Jahr eine Schar junger, talentierter Fotografen. Viele zieht es spätestens nach dem Abschluss raus aus Bielefeld, nach Berlin oder Hamburg, manche sogar weiter. Die Bielefelder Fotografie-Kinder werden flügge. Doch bevor sie das Nest verlassen, wird noch mal kurz Halt gemacht und fest gehalten, wer hier fliegen gelernt hat.

Am Wochenende zeigten die Absolventen der Studienrichtungen Fotografie und Medien (auch Grafik und Kommunikationsdesign sowie Mode) ihre Abschlussarbeiten. Bei den Fotografen stieß vor allem die Arbeit mit dem Titel Exceptional Encounters – as many guys as I could get von Paula Winkler ins Auge. Es ist das]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-16284" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/02/Paula-Winkler-21.jpg" alt="" width="525" height="750" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-16286" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/02/neukathleen1.jpg" alt="" width="525" height="766" /></p>
<p></p>
<p><strong>Wenn Bielefeld etwas hat, für das es über die Bundes- und Ländergrenze hinaus bekannt ist, dann ist es seine Fotografie. Der Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld entlässt jedes Jahr eine Schar junger, talentierter Fotografen. Viele zieht es spätestens nach dem Abschluss raus aus Bielefeld, nach Berlin oder Hamburg, manche sogar weiter. Die Bielefelder Fotografie-Kinder werden flügge. Doch bevor sie das Nest verlassen, wird noch mal kurz Halt gemacht und fest gehalten, wer hier fliegen gelernt hat. </strong></p>
<p>Am Wochenende zeigten die Absolventen der Studienrichtungen Fotografie und Medien (auch Grafik und Kommunikationsdesign sowie Mode) ihre Abschlussarbeiten. Bei den Fotografen stieß vor allem die Arbeit mit dem Titel <strong>Exceptional Encounters</strong><em><strong> – as many guys as I could get</strong></em> von <a target="_blank" href="http://www.paulawinkler.com/" target="_blank">Paula Winkler</a> ins Auge. Es ist das Resultat eines Castings im einschlägigen Chat. Hier spähte die Künstlerin unter dem (Deck-)Namen Renate Rost ihre Männer aus und kontaktierte sie dann per Mail: „lieber xmas­ ter76x, danke für Deine nette Nachricht. Für Saunabesuche bin ich leider nicht zu haben. Ich mache Dir aber gerne ein anderes Angebot: Was hältst Du von einem kurzen Treffen in einem Hotelzimmer, bei dem ich Dich nackt fotografiere? Ich muss Dir nämlich gestehen, dass ich in diesem Chat in erster Linie auf der Suche nach Männern bin, die sich von mir nackt fotografieren lassen. Wenn Du interesse hast, rufe mich doch zwischen Deinen Schichtdiensten unter 0160 xxxxxxx an. Dann können wir alles Weitere am Telefon besprechen. Viele Grüße. Renate Rost.</p>
<p>Im selben Raum wie Paula Winklers großformatigen Nackt-Aufnahmen von Fremden in anonymen, leicht schäbigen Hotelzimmern war auch „Persona (lat. „die Maske“)“, die Abschlussarbeit von Jennifer Endom zu sehen. Im Gegenzug zu Winklers grellen, lauten Fotos sind die Endoms zurückhaltend und leise. Auch hier nur Antlitze von Männern; jungen, androgynen, schönen, zerbrechlich wirkenden Männern. Aus den großformatigen Portraits blicken sie uns direkt in die Augen, einige dieser jungen Männer. Endoms Arbeit ist die Folge einer Überlegung, die Gotthold Ephraim Lessing 1766 angestellt hat: »Kann der Künstler von der immer veränderlichen Natur nie mehr als einen einzigen augenblick, und der Maler insbesondere diesen einzigen augenblick auch nur aus einem einzigen Gesichtspunkte, brauchen; sind aber ihre Werke gemacht, nicht bloß erblickt, sondern betrachtet zu werden, lange und wiederholtermaßen betrachtet zu werden: so ist es gewiß, daß jener einzige augenblick und einzige Gesichtspunkt dieses einzigen augenblickes, nicht fruchtbar genug gewählet werden kann. Dasjenige aber nur allein ist fruchtbar, was der einbildungs kraft freies Spiel läßt.«</p>
<p>Weiterhin sehenswert waren die Arbeiten von Sara-Lena Maierhofer und Thiemo Bögner.  Maierhofer folgte in &#8220;Dear Clark &#8211; Studie eines Hochstaplers&#8221; Christian Karl; vielleicht besser bekannt als Christopher Crowe oder Clark Rockefeller. Mit jedem Charakter, den er neu erschuf, konnte er das banale Alte Stück für Stück hinter sich lassen, bis es fast aufgelöst war. Thiemo Bögner setzte in seiner Fotoserie „Waldraum“ den Wald in Szene: als erzählerischen Raum unzähliger Geschichten und Märchen, als Ort der Ruhe und Ängste und auch als Raum wirtschaftlicher Interessen.</p>
<p>Nun ist das Wochenende gelaufen, die Ausstellung vorbei. Für die diesjährigen Absolventen heißt es: ihre Bilder wieder abzuhängen, zu verpacken und raus zu tragen aus der FH, sie zu verlassen, zu gehen. Von nun an heißt es auch, alleine weiter zu machen. Doch die Bielefelder Schule entlässt ihre Schüler nicht ohne Spuren. Sie nehmen eine bestimmte Sicht auf die Dinge, vielleicht eine spezielle ‚Bielefelder Sicht’ mit in die Welt. Dafür hat die Fachhochschule einen hervorragenden Ruf. Und zu Recht, sind doch aus vielen Namen ehemaliger Studenten große Namen in der Fotografie-Szene geworden. Als Fotografen fest in London etabliert haben sich beispielsweise Axel Hoedt, und aus der jüngeren Generation, Bernhard Decker. Sehr erfolgreich in der Dokumentarfotografie sind Andrea Diefenbach und Daniel Schumann, beide jeweils mit mehreren Publikationen und Auszeichnungen. Sibylle Fendt ist Junior-Mitglied der renommierten Agentur Ostkreuz und hat gerade den 10.000 Euro starken Vattenfall Fotografie-Preis erhalten. Heidi Specker ist Trägerin des European Photography Award und Stipendiatin der Villa Massimo in 2010. Und dann gibt es auch noch eine Bielefeld-‚Heimkehrerin’: Katharina Bosse, selbst ehemalige Absolventin des Studienganges lehrt jetzt an der Fachhochschule, nachdem sie lange in New York gelebt und gearbeitet hat. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem in den Sammlungen des New Yorker MoMA und Centre Pompidou in Paris.</p>
<p><strong>Bis zum 27. Februrar zeigt das Haus der Fotografie/ Deichtorhallen in Hamburg übrigens  &#8220;Gute Aussichten &#8211; junge deutsche Fotografie 2010/2011&#8243; – ein bisschen Bielefelder Input ist auch hier mit dabei.</strong></p>
<p>Mehr dazu findet ihr <a target="_blank" href="http://www.deichtorhallen.de/" target="_blank">hier</a>.<strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/02/neukathleen2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-16285" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/02/neukathleen2-682x1024.jpg" alt="" width="525" height="789" /></a></strong></p>
<p>all images © <a target="_blank" href="http://www.paulawinkler.com/" target="_blank">Paula Winkler</a>, <a target="_blank" href="http://www.jenniferendom.de/" target="_blank">Jennifer Endom</a></p>
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		<title>AVAAZ gegen Homophobie</title>
		<link>http://www.i-ref.de/2011/01/31/avaaz-gegen-homophobie/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 16:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[life]]></category>
		<category><![CDATA[homosexuality]]></category>
		<category><![CDATA[social]]></category>
		<category><![CDATA[south africa]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Süddeutsche Zeitung nennt die Organisation Avaaz „eine grenzübergreifende Gemeinschaft, die demokratischer und möglicherweise effektiver ist, als die Vereinten Nationen.“  Avaaz setzt sich ein für die Achtung von Menschenrechten, zeigt Missstände auf – arbeitet an der Verminderung von Armut, Korruption, Krieg und Umweltsünden.

Eines der Avaaz-Kampfmittel sind online Petitionen, die – je nach ihrem Unterschriftenmäßigen Rückhalt – wahre Druckmittel in Verhandlungen mit Politikern und Entscheidungsträgern werden können. Mit den Petitionen wurde schon einiges bewegt: siehe hier.

Avaaz macht sichtbar, was man am liebsten nicht sehen, nicht wahrhaben möchte. ‚Korrigierende Vergewaltigungen’ – das ist das aktuelle Petitions-Thema. Es werden ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-15286" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bild-52.png" alt="" width="525" height="608" /></p>
<p></p>
<p><strong>Die Süddeutsche Zeitung nennt die Organisation <a target="_blank" href="http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape/?rc=fb" target="_blank">AVAAZ</a> „eine grenzübergreifende Gemeinschaft, die demokratischer und möglicherweise effektiver ist, als die Vereinten Nationen.“  AVAAZ setzt sich ein für die Achtung von Menschenrechten, zeigt Missstände auf – arbeitet an der Verminderung von Armut, Korruption, Krieg und Umweltsünden.</strong></p>
<p>Eines der AVAAZ-Kampfmittel sind online Petitionen, die – je nach ihrem Unterschriftenmäßigen Rückhalt – wahre Druckmittel in Verhandlungen mit Politikern und Entscheidungsträgern werden können. Mit den Petitionen wurde schon einiges bewegt: siehe <a target="_blank" href="http://www.avaaz.org/de/highlights.php" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>AVAAZ macht sichtbar, was man am liebsten nicht sehen, nicht wahrhaben möchte. ‚Korrigierende Vergewaltigungen’ – das ist das aktuelle Petitions-Thema. Es werden Unterschriften gesammelt gegen eine in Südafrika durchgeführte Horror-Praxis, bei der lesbische Frauen mittels Vergewaltigung wieder heterosexuell gemacht werden sollen.</p>
<p>Mit dem Gesicht von Millicent Gaika, selbst Opfer dieses Albtraums, ‚wirbt’ AVAAZ für die Aktion – und für Eure Unterschriften. Mutige südafrikanische Aktivistinnen haben laut Avaaz schon einiges bewirkt, aber AVAAZ will mehr. Sie rufen auf:</p>
<p>„Lassen Sie uns Präsident Zuma und den Justizminister dazu auffordern, &#8220;korrigierende Vergewaltigungen&#8221; öffentlich zu verurteilen, diese Hassverbrechen zu kriminalisieren und den Kampf gegen Vergewaltigungen und Homophobie aufzunehmen. Unterschreiben Sie jetzt und informieren Sie Ihre Freunde.“</p>
<p>Mehr kann man nicht sagen. Zur Aktion geht&#8217;s <a target="_blank" href="http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape/?rc=fb" target="_blank">hier</a> entlang.</p>
<p><strong>Unterschreibt jetzt und informiert eure Freunde!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Virtuelle Architektur &#8211; &#8220;Flying and Floating&#8221;</title>
		<link>http://www.i-ref.de/2011/01/19/virtuelle-architektur-flying-and-floating/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 16:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[web]]></category>
		<category><![CDATA[architecture]]></category>
		<category><![CDATA[photography]]></category>

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		<description><![CDATA[Der niederländische Künstler Robert Overweg (Jahrgang ’81) nimmt die Welt dort wahr, wo sie eigentlich aufhört, am Rande der Geschehnisse von Videogames. 2007 war es, als er sich beim Spielen von Left for Dead plötzlich an einer Straße wieder fand, die nicht weiterging. Sie war gesäumt von Büschen und Wänden, aber hörte mitten im Nebel einfach auf. An diesem Nicht-Ort entschied er „to capture this and (to) go into other games and explore their aesthetics of the ends of their worlds"  (Quelle: BBC)

Genau diese Orte, die aus spieleentwickelnder Sicht  sozusagen der Schlussstrich sind, sucht Overweg auf. Ihn interessiert nicht die Jagd, das Schießen oder der Krieg, sondern nur das ästhetische Umfeld dieser Aktionsfelder. Sich selbst begreift Overweg als Entdecker, der die Risse in virtuellen Welten in ihren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-14745" title="© Robert Overweg" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-10.28.36.png" alt="" width="525" height="295" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14741" title="© Robert Overweg" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-10.29.32.png" alt="" width="525" height="295" /></p>
<p><img class="size-full wp-image-14744 alignnone" title="© Robert Overweg" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-10.28.46.png" alt="" width="525" height="295" /></p>
<p></p>
<p><strong>Der niederländische Künstler <a target="_blank" href="http://shotbyrobert.com/wordpress/" target="_blank">Robert Overweg</a> (Jahrgang ’81) nimmt die Welt dort wahr, wo sie eigentlich aufhört, am Rande der Geschehnisse von Videogames. 2007 war es, als er sich beim Spielen von <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Left_4_Dead" target="_blank">Left for Dead</a> plötzlich an einer Straße wieder fand, die nicht weiterging. Sie war gesäumt von Büschen und Wänden, aber hörte mitten im Nebel einfach auf. An diesem Nicht-Ort entschied er „to capture this and (to) go into other games and explore their aesthetics of the ends of their worlds&#8221;  (Quelle: <a target="_blank" href="http://www.bbc.co.uk/news/technology-10608667" target="_blank">BBC</a>)</strong></p>
<p>Genau diese Orte, die aus spieleentwickelnder Sicht  sozusagen der Schlussstrich sind, sucht Overweg auf. Ihn interessiert nicht die Jagd, das Schießen oder der Krieg, sondern nur das ästhetische Umfeld dieser Aktionsfelder. Sich selbst begreift Overweg als Entdecker, der die Risse in virtuellen Welten in ihren Randbezirken aufspürt und dokumentiert.</p>
<p>Seine neueste Arbeit „<a target="_blank" href="http://shotbyrobert.com/wordpress/?page_id=1011" target="_blank">Flying and Floating</a>“ macht da weiter. Wir sehen virtuelle Architektur; die Hinterhöfe der Mafia, den leeren Parkplatz, die Treppen ins Nirgendwo – oder mit Frank Zappa: „Stairway to Hell“.</p>
<p>Robert Overwegs Artist Statement zu Flying and Floating:</p>
<blockquote><p>Continuing to photograph in the virtual world I am trying to find new ways to photograph in and through the virtual world. Trying to achieve the image where a photograph becomes more than the game. No editing or collage involved.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-10.29.12.png"><img class="alignnone size-full wp-image-14742" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-10.29.12.png" alt="" width="525" height="294" /></a></p>
<p><a href="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-10.28.59.png"><img class="alignnone size-full wp-image-14743" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-10.28.59.png" alt="" width="525" height="294" /></a></p>
<p><a href="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-16.14.23.png"><img class="alignnone size-full wp-image-14769" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2011/01/Bildschirmfoto-2011-01-19-um-16.14.23.png" alt="" width="527" height="296" /></a></p>
<p>all images © <a target="_blank" href="http://shotbyrobert.com/wordpress/" target="_blank">Robert Overweg</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die neusten Werke des J.B.M.</title>
		<link>http://www.i-ref.de/2010/10/01/die-neusten-werke-des-j-b-m/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 09:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[people]]></category>
		<category><![CDATA[art]]></category>
		<category><![CDATA[jay barry matthews]]></category>
		<category><![CDATA[photography]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Melbourner Künstler Jay Barry Matthews ist eine Wundermaschine. Er ist Fotograf, Performance-Künstler, Kostüm-Designer und vieles mehr. Seine Talente zusammengenommen, KLICK, und heraus kommen Bilder wie diese:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2133" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/Jay-Barry-Matthews-Sillhouette-2010.jpg" alt="" width="525" height="351" /></p>
<p></p>
<p>Der Melbourner Künstler <a target="_blank" href="http://jaybarrymatthews.blogspot.com/" target="_blank">Jay Barry Matthews</a> ist eine Wundermaschine. Er ist Fotograf, Performance-Künstler, Kostüm-Designer und vieles mehr. Seine Talente zusammengenommen, KLICK, und heraus kommen Bilder wie diese:</p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/skate4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2134" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/skate4.jpg" alt="" width="524" height="351" /></a></p>
<p>JBM wird nicht müde, ständig erfindet er neue Charaktere, ersinnt ganze Geschichten hinter dem Bild, hinter der Situation. Dem Voyeur seines Blogs zeigt er eine kleine Auswahl dieser Autoportraits. Nehmen wir zum Beispiel die Schönheitskönigin Miss Mrs Ms:</p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/miss-mrs-ms-510x592.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2135" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/miss-mrs-ms-510x592.jpg" alt="" width="525" height="609" /></a></p>
<p>Sie hatte so hart gekämpft, nun endlich konnte sie sich in der Abteilung Bikini gegen ihre Mitstreiterinnen durchsetzen. Sie verliert die Kontrolle, als sie endlich ihren Lebenstraum -die goldene Trophäe- in der Hand hält. Jetzt kann es jeder sehen: sie ist die Schönste im ganzen Land. Vielleicht sogar die Schönste überhaupt.</p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/library.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2137" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/library.jpg" alt="" width="525" height="351" /></a></p>
<p>Und auch Doreen, die ältere Dame, die uns zeigt, dass ihre Libido längst noch nicht ergraut ist.</p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/3026_81867084458_552754458_2422655_188163_n.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2142" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/3026_81867084458_552754458_2422655_188163_n.jpg" alt="" width="525" height="352" /></a></p>
<p>Dies sind 3 Beispiele des JBM. Er spielt die Tunte, er ist die Oma, er ist der Loser, der sich die Plastiktüte übers Gesicht zieht. Die Charaktere, die er erfindet geben tiefe Einblicke in einen komplexen Kopf. JBM verhöhnt die Welt, er spielt mit Erwartungen und überzieht Stereotype so stark, dass sie dabei fast zufällig als solche entblößt werden. In seinen Arbeiten verbindet er kindlichen Spaß mit erwachsener Apokalypse. Oft sind seine Bilder zu dunkel, als dass man über sie lachen könnte – doch zu hell um wirklich verstört zu sein.</p>
<p>Die ausgewählten Bilder geben einen kleinen Einblick in die Arbeiten des JBM. Es lässt sich erahnen, dass es da hinter dem Bildschirm noch weitergeht – dass wir längst nicht alles gesehen haben, was die Wundermaschine produziert, dass der Kopf von Matthews platzt und dass noch einiges kommen wird.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Und zu guter Letzt, die neusten Werke des JBM:</span></strong></p>
<p><strong>The Hair Swing 2009</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/Jay-Barry-Matthews-Hair-Swing-2009.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2144" title="The Jay Barry Matthews - Hair Swing 2009" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/Jay-Barry-Matthews-Hair-Swing-2009.jpg" alt="" width="525" height="351" /></a></p>
<p>und:</p>
<p><strong>Curtain 2010</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/Jay-Barry-Matthews-Curtain-2010.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2147" title="Jay Barry Matthews - Curtain 2010" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/Jay-Barry-Matthews-Curtain-2010.jpg" alt="" width="525" height="351" /></a></p>
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		<title>Das versteckte Leben der Dinge</title>
		<link>http://www.i-ref.de/2010/07/29/das-versteckte-leben-der-dinge/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 06:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misc]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[nature]]></category>
		<category><![CDATA[technology]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Eric Sun hat Probleme. Es fühlt sich benutzt, leer, hat keinen Antrieb mehr. Mit letzter Kraft schafft er es in die Lebens-Zyclo-Logie-Praxis von Dr. Fraud. Auf der Couch bricht Eric Sun sein Schweigen. Ein Jahr Leben, soll es das gewesen sein?  Eric Sun ist ein altes, ausrangiertes Handy mit existentieller Krise. Nur kurz währte sein Glück, war er Mittelpunkt zahlreicher Gespräche. Dann kam sie. Sie war sexy, hatte eine Kamera und Eric Suns Tage waren gezählt. Er landete in den dunklen Ecken einer Schublade und ward vergessen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[</p>
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<p></p>
<p><strong>Das versteckte Leben der Dinge: für die, die immer schon wissen wollten, wie sich ihr altes Handy fühlt&#8230;</strong></p>
<p><strong>Eric Sun hat Probleme. Es fühlt sich benutzt, leer, hat keinen Antrieb mehr. Mit letzter Kraft schafft er es in die Lebens-Zyclo-Logie-Praxis von Dr. Fraud. Auf der Couch bricht Eric Sun sein Schweigen. Ein Jahr Leben, soll es das gewesen sein?  Eric Sun ist ein altes, ausrangiertes Handy mit existentieller Krise. Nur kurz währte sein Glück, war er Mittelpunkt zahlreicher Gespräche. Dann kam sie. Sie war sexy, hatte eine Kamera und Eric Suns Tage waren gezählt. Er landete in den dunklen Ecken einer Schublade und ward vergessen.</strong></p>
<p>So beginnt die animierte Geschichte des kleinen Handys Eric Sun, es könnte die  Geschichte meines alten Handys sein – oder deines. Doch im Gegensatz zu meinem depressiven Handy macht Eric Sun eine Therapie. Und siehe da, es eröffnen sich ihm neue Perspektiven.</p>
<p>Life-Pscycle-ology, Auftaktfilm des Projekts „<a target="_blank" href="http://www.thesecretlifeofthings.com/" target="_blank">The Secret Life of Things</a>“ erforscht die versteckten ökologischen Auswirkungen unserer Alltagsgebrauchsgegenstände. Der 5-minütige Animationsfilm mit Held Eric Sun im Mittelpunkt ist ein Aufklärungsfilm in Sachen Öko-Design, Wiederverwertbarkeit und Recycling.</p>
<p>Auch dein altes Telefon kann eine Therapie machen!</p>
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		<title>Buchvorstellung: Hijacked Volume 2</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 15:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misc]]></category>
		<category><![CDATA[Opinions]]></category>
		<category><![CDATA[australia]]></category>
		<category><![CDATA[literature]]></category>
		<category><![CDATA[perth]]></category>
		<category><![CDATA[photography]]></category>

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		<description><![CDATA[In der isoliertesten Stadt der Welt, Perth in West Australien - liegt Mosman Park. Hier hat das kleine Independent-Buchlabel mit dem großen Namen Big City Press sein Zuhause. Label-Gründer ist der 35-jährige Mark McPherson, Werftarbeiter, self-made Fotografie-Kurator und Verleger. Auf Big City Press ist soeben sein zweites Buch erschienen: Hijacked Volume 2, Nachfolger der preisgekrönten Foto-Anthologie selben Titels aus dem Jahr 2008. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4755" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2010/06/HIJ_Cover-1.jpg" alt="" width="525" height="350" /></p>
<p></p>
<p><strong>In der isoliertesten Stadt der Welt, Perth in West Australien &#8211; liegt Mosman Park. Hier hat das kleine Independent-Buchlabel mit dem großen Namen <a target="_blank" href="http://www.bigcitypress.com.au/" target="_blank">Big City Press</a> sein Zuhause. Label-Gründer ist der 35-jährige Mark McPherson, Werftarbeiter, self-made Fotografie-Kurator und Verleger. Auf Big City Press ist soeben sein zweites Buch erschienen: <a target="_blank" href="http://www.bigcitypress.com.au/?id=6" target="_blank">Hijacked Volume 2</a>, Nachfolger der preisgekrönten Foto-Anthologie selben Titels aus dem Jahr 2008. </strong><br />
<a></a><br />
<a></a><br />
<a href="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2010/06/Hijacked-Book.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4760" title="Hijacked Book" src="http://www.i-ref.de/wp-content/uploads/2010/06/Hijacked-Book.jpg" alt="" width="308" height="181" /></a>Hijacked zeigt, wie neue Fotografie in Australien aussieht &#8211; immer im Kontrast zu einer anderen Foto-Nation. In Hijacked Volume 1 ging es um zeitgenössische fotografische Positionen aus Australien und den USA. Im Volume 2 wurden den neuen australischen Foto-Talenten ihre Counterparts aus Deutschland gegenübergestellt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>In seinen neuem Werk hat wieder Mark McPherson die australische Auswahl getroffen. Mitherausgeber und Kuratoren auf der deutschen Seite waren <a target="_blank" href="http://www.on-photography.com/index.php5?page=about" target="_blank">Ute Noll</a> und <a target="_blank" href="http://www.schaden.com/" target="_blank">Markus Schaden</a>.</p>
<p><strong>Insgesamt stellen sie 32 Künstler vor, die grenzüberschreitend fotografieren, am Mainstream vorbei. Doch, so räumt McPherson ein, will Hijacked nicht den Anspruch erfüllen, ein definitiver Guide zu dem zu sein, was sich zeitgenössische australische oder deutsche Fotografie nennt. Er selbst beschreibt Hijacked als „einen Schnappschuss, eine Momentaufnahme, als die Spitze des Eisbergs.“</strong></p>
<p>McPherson, der tagsüber immer noch auf der Werft Gabelstapler fährt, hat damals bei Hijacked 1 nicht mit dem immensen Erfolg gerechnet. Zu dem Zeitpunkt war er noch ein institutioneller Nobody. Dann aber rieselte es 2009 Preise für den ersten Teil. Zum Beispiel gab‘s den Buch-Award beim Rencontres d’Arles Festival in Frankreich und beim Kasseler Fotoforum, womit schließlich staatliche Fördergelder für die 2. Auflage folgten. Gerade ist Hijacked Volume 2 am Australian Centre for Photography in Sydney eröffnet worden und tourt danach durch Australien. Längst aber ist die nächste Edition in der Mache. Nach den US-Amerikanern und den Deutschen wird es im für 2012 geplanten Volume 3 um das fotografische Spannungsverhältnis Australien/Großbritannien gehen.</p>
<p>In Hijacked Volume 2 portraitierte Künstler sind:</p>
<p><strong>AU:</strong><strong> Narelle Autio, James Brickwood, Michael Corridore, Andrew Cowen, Tamara Dean, Jackson Eaton, Suzie FoX, Lee Grant, Derek Henderson, Rebecca Ann Hobbs, Ingvar Kenne, Bronek Kózka, Georgia Metaxas, Conor O’Brien, Polixeni Papapetrou und Louis Porter</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>DE:</strong><strong> Johanna Ahlert, Natalie Bothur, Jörg Brüggemann, Thekla Ehling, Albrecht Fuchs, Karsten Kronas, Anne Lass, Jens Liebchen, Myriam Lutz, Julian Röder, Josef Schulz, Oliver Sieber, Ivonne Thein, Olaf Unverzart, Jan Von Holleben and Sascha Weidner</strong></p>
<p>In Deutschland wird der aktuelle Band beim <a target="_blank" href="http://www.kehrerverlag.com/html/de/aktueller_verlagstip.html" target="_blank">Kehrer Verlag</a> erscheinen mit ca. 300 Seiten mit ca. 250 Farb- und S/W-Abbildungen.</p>
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		<title>Ein Mann mit Tattoos</title>
		<link>http://www.i-ref.de/2010/06/17/ein-mann-mit-tattoos/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 06:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Opinions]]></category>
		<category><![CDATA[australia]]></category>
		<category><![CDATA[tattoos]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies sollte die Geschichte eines Tätowierten werden. Jetzt wird es eine kurze Erzählung eines Mannes mit Tattoos. Vor ein paar Tagen nahm ich eine späte Tram zur Arbeit, es sah nach Regen aus und ich ließ mein Fahrrad zu Hause stehen. Ich hatte für die Arbeit eine Schallplatte gekauft und schaffte es gerade noch, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2420" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/IMG_7719.jpg" alt="" width="525" height="700" /></p>
<p></p>
<p><strong>Dies sollte die Geschichte eines Tätowierten werden. Jetzt wird es eine kurze Erzählung eines Mannes mit Tattoos.</strong></p>
<p><strong>Vor ein paar Tagen nahm ich eine späte Tram zur Arbeit, es sah nach Regen aus und ich ließ mein Fahrrad zu Hause stehen. Ich hatte für die Arbeit eine Schallplatte gekauft und schaffte es gerade noch, die 86 in die Stadt zu erwischen. Um die Uhrzeit konnte ich mir einen Platz aussuchen, die Bahn war fast leer. Ich setzte mich, die Bahn fing zu schaukeln an, ich ließ die Gedanken schweifen.</strong></p>
<p>Ich kam erst wieder ins Hier und Jetzt, als sich der Typ in der Reihe vor mir, umdrehte. Ich vermute, er hatte kein Ticket und wollte sicher gehen, dass keine Kontrolettis einstiegen. Der Typ holte mich deswegen aus meinen Gedanken zurück, weil er tätowiert war. Aber nicht so wie du, oder wie ich. Mit einem Tattoo irgendwo, vielleicht dezent, vielleicht weniger dezent, vielleicht ärgern wir uns mittlerweile drüber. Nein, der Typ war überall tätowiert. Nichts Zusammenhängendes, wenn ich das so schnell erkennen konnte, eher viele kleine Tattoos über der Lippe, auf den Wangen, den Augenlidern, Ohren, Nase – überall!</p>
<p><strong>Ich dachte darüber nach, was einen dazu bewegen könnte, so eine radikale Entscheidung zu treffen, sich so der Permanenz zu verschreiben, sich nie verstecken zu können, nie übersehen werden, immer präsent, immer „der Typ mit den Tattoos“ zu sein. Und dann dachte ich, ich kann ihn ja eigentlich fragen. Aber ich traute mich nicht, fing an, abzuwägen, debattierte mit mir, wie und ob ich ihn ansprechen solle. Die Debatte in meinem Kopf endete mit dem Kompromiss: wenn er an meiner Station aussteigt, dann spreche ich ihn an &#8211; wenn nicht, dann nicht.</strong></p>
<p>Wir erreichten Bourke St und der tätowierte Mann und seine viel seichter tätowierte Begleiterin stiegen vor mir aus. Ich war es meinen inneren Verhandlungen schuldig. Ich sprach erst sie an, dann ihn. Er war interessiert, mir ein paar Fragen zum Thema Tattoos zu beantworten. Wir tauschten Nummern aus. Am Nachmittag erhielt ich eine SMS „Hi, W hier, der Tattoo-Typ (selbst er referenzierte sich so!), blabla. Wir texteten hin und zurück. Ich meldete ihm, Samstag wäre gut, am liebsten tagsüber, ca. ne halbe Stunde, er könne gerne seine Freundin mitbringen.</p>
<p><strong>Er antwortete, „nee, lieber ohne Freundin, die würde nur nerven.“ Hmm&#8230; Ich also zurück: „ok, sag einfach, wo und wann und wir können das Interview ganz entspannt über nem Kaffee machen“ – daraufhin er: „gut, dann kann ich mich ja eine halbe Stunde an deinem Akzent laben.“ Pause, bei mir. 20 Sekunden drüber nachgedacht. Ein tätowierter Mann ist auch nur ein Mann. Dann an ich ihn zurück: „ich bin an nichts außer der Geschichte deiner Tattoos interessiert. Entweder das ist ok, oder wir lassen es.“ Ich habe keine weitere SMS erhalten. Die Geschichte geht also so: ich wollte die Geschichte dieses Typen herausfinden. Die habe ich nicht gehört, aber eine andere. Eine ganz kurze, in 4 x 157 Zeichen. Und die habe ich jetzt erzählt.</strong></p>
<p>Gutes zum Thema:</p>
<p>Auch aus Melbourne, aber anders: <a target="_blank" href="http://www.serpspress.com/tom.htm" target="_blank">Home Made Tattoos rule von Thomas Jeppe, Serps Press (May 2006)</a></p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/Bildschirmfoto-2010-04-22-um-12.11.10.png"><img class="alignnone size-full wp-image-2422" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/Bildschirmfoto-2010-04-22-um-12.11.10.png" alt="" width="525" height="372" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gute Haare &#8211; schlechte Haare mit Chris Rock</title>
		<link>http://www.i-ref.de/2010/05/10/keep-your-hands-on-the-titties/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 08:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathleen Waechter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Music]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[ice-t]]></category>
		<category><![CDATA[music]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Copkiller von Ice-T stand einst auf dem Index, zumindest kurz nach der Veröffentlichung. Ich war 15 oder 16 und besorgte mir das Album auf Kassette, kopiert von einem Freund, der das „ungesäuberte“ Bodycount-Album hatte. Ich fand das irgendwie subversiv. Ice-T war harter Scheiß, und auch das Hören dieses Songs. UND DESWEGEN WAR ES COOL.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[</p>
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<p></p>
<p><strong>Copkiller von <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ice-T" target="_blank">Ice-T</a> stand einst auf dem Index, zumindest kurz nach der Veröffentlichung. Ich war 15 oder 16 und besorgte mir das Album auf Kassette, kopiert von einem Freund, der das „ungesäuberte“ Bodycount-Album hatte. Ich fand das irgendwie subversiv. Ice-T war harter Scheiß &#8211; und deswegen war es cool!<br />
</strong></p>
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/p5gRIud57jQ" allowfullscreen="" frameborder="0" height="560" width="680"></iframe>
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<p>Schnitt.</p>
<p><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ice-T" target="_blank">Ice-T</a> mit gelben Anti-Lockenwicklern im Haar, die sein naturgegebenes Kraus-Haar glatt und geschmeidig machen. Der Cop Killer!!</p>
<p>Mittlerweile 33, Bodycount hatte den Milleniumswechsel in meinem Kopf nicht überlebt &#8211;  war irgendwo in einer hinteren Gehirnschachtel unter „90iger“ abgelegt. Bis gestern, als ich den Film „<a target="_blank" href="http://festival.sundance.org/2009/film_events/films/good_hair" target="_blank">Good Hair</a>“ von <a target="_blank" href="http://www.chrisrock.com/" target="_blank">Chris Rock</a> im <a target="_blank" href="http://www.acmi.net.au/" target="_blank">ACMI</a> sah. Ein Dokumentarfilm, der der Frage nachgeht, „what is good hair?“. Klingt seicht, ist es aber nicht. Es geht um die gängige Bezeichnung für das, was bei dem Großteil der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA als gutes Haar gilt: „relaxtes Haar“. Das Pendant „nappy hair“ (die Krause, der „Afro“) hingegen gilt als ungepflegt, das andere „N-Wort“, ist Zeichen der Unterschicht und wird oft mit „kinky“ beschrieben – zu deutsch: verdreht, aber auch: abartig, abnorm.</p>
<p>Mit einer so stark sozial beladenen Haltung zum eigenen Haar ist ein Film wie „<a target="_blank" href="http://festival.sundance.org/2009/film_events/films/good_hair" target="_blank">Good Hair</a>“ so etwas wie ein Politikum. Es ist weiterhin kein Wunder, dass ein Großteil der Amerikaner mit Afro-Haar-Hintergrund im Laufe seines Lebens häufig den Kopf hinhält. Das Haar wird mittels eines „Relaxers“ relaxed– ein Produkt, das im chemischen Slang Calcium Hydroxide heißt. Eine Chemie-Keule, so ätzend, dass eine Dose im Bad dieses Stoffes nur ein paar Stunden braucht, um sich in sich selbst aufzulösen. Der Relaxer wird ständig über die Haare geschmiert;  ist deshalb so populär, weil er dem Haar sämtliches Protein entzieht, das die Krause zum kräuseln braucht. Das Resultat: <em>good hair</em>, oder politisch korrekter „so called good hair“ – oder auch: glattes Haar – oder ganz direkt: kaukasisches Haar.</p>
<p>Der US-amerikanische Comedian/Schauspieler/Producer Chris Rock hat es geschafft, Stars und Sternchen aus Film-, Musik- und Porno-Industrie, sowie Medizin und Literatur vor der Kamera einen Haare-Strip hinlegen zu lassen. Langsam geht es los, langsam fallen die Hüllen. Der Scheinwerfer immer auf der Frage „was ist gutes Haar?“. Einige bekannte, einige unbekannte Gesichter – und dann sitzt ER plötzlich vor mir: Ice-T – er schildert die Strapazen, die seine Haar-Stil-Wahl mit sich bringt. Der alte West-Coast-Gangster-Rapper beschreibt die Relaxer-Behandlung als „something like a torture session“ und erzählt eben auch die Geschichte mit den gelben „hot combs“, den heißen Kämmen, die das Kraushaar glatt ziehen. Mein Respekt vor Ice-T hat seinen Höhepunkt erreicht, ehrlich. Und natürlich lachen wir alle, ist ja lustig.</p>
<p>„<a target="_blank" href="http://festival.sundance.org/2009/film_events/films/good_hair" target="_blank">Good Hair</a>“ ist dennoch nicht nur eine spaßige Doku (in den credits steht „Vanity Fair calls it hilarious“). Zwar steht der Humor irgendwie im Vordergrund, doch kommen etwas hintergründiger Themen auf, die man beim Stichwort „Haar“ nicht unbedingt denken würde. Es geht um Politisches, Soziologisches, Rassistisches, Kulturelles, Sexuelles, Wirtschaftliches, Emotionales &#8211; und es geht sogar auch um Globalisierungskritisches. Ich glaube aufrichtig, Chris Rock hatte am Anfang seiner Haar-Odyssee keine Ahnung, was am Ende alles zu Tage kommen würde. „<a target="_blank" href="http://festival.sundance.org/2009/film_events/films/good_hair" target="_blank">Good Hair</a>“ bringt ein „black topic“ in die Öffentlichkeit, das passiert nicht so oft.</p>
<p><a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/good-hair-chris-rock.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2276" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/good-hair-chris-rock.jpg" alt="" width="525" height="350" /></a></p>
<p>Irgendwas wird schon hinter der Bemerkung stecken, die Comedian Paul Mooney mit einem total überzogen wackelnden Afro in die Kamera sagt: „If your hair is relaxed, white people are relaxed.“  In ihrem Buch „Hair Story“ schreiben die afroamerikanischen Autorinnen Ayana Bird und Lori Tharps vom Zusammenhang zwischen Haar und Status, der sich bereits zu Sklavereizeiten zementierte: Je europäischer das Haar der Sklaven war, desto näher waren sie in der Gunst des Herren. Sprich, war das Haar glatt, sklavte man im Haus, war das Haar gekräuselt, sklavte man auf dem Feld. Ein Unterschied, der auch über Leben und Tod entscheiden konnte. Dieses ungeschriebene Gesetz, diese Haar-Hierarchie gilt rund 150 Jahre nach dem Ende der Sklaverei vielerorts immer noch: die Unterschicht trägt Krause, oder ein kleiner, emanzipierter Teil derer, die sich aus diesem Klassen-System befreien wollen. Der Afro als politisches Statement (Stichwort: Black Power), allerdings nicht im weißen Haus. Auch da wird relaxed.</p>
<p>Dass die ‚black’ Haar-Industrie neben dem chemischen Relaxer oder „Perm“ und dem heißen Eisen noch eine ganze Latte anderer Möglichkeiten auffährt um ‚gutes Haar’ zu haben, berichten in <a target="_blank" href="http://www.chrisrock.com/" target="_blank">Chris Rocks</a> „<a target="_blank" href="http://festival.sundance.org/2009/film_events/films/good_hair" target="_blank">Good Hair</a>“ gerade eine Reihe weiblicher Quellen. Die Damen von Salt’n Pepa zum Beispiel. Sie führen sämtliche Optionen auf: Rasur/Perücke, Haarverlängerungen oder aber „weaves“. Weaves sind Alltagsrealität vieler Afro-Amerikanerinnen und funktionieren so: Das echte Haar wird zu einem eng anliegenden Zirkel um den Kopf geflochten. In diese Flechtzöpfe werden dann Plastikhaare oder echte Haare eingenäht. Die Prozedur dauert gut einen halben Tag, ist teuer und sieht so aus, als könne sie wehtun. Haar-Behandlungen jeglicher Art sind kein Einzelfall, sie sind die Regel.</p>
<p>Die so genannte „black hair industry“ setzt im Jahr 9 Milliarden Dollar um. Ein Weave kostet – bei Echthaar – zwischen 1000 und 3500 US-Dollar. Das Durchschnittseinkommen eines African-American liegt bei $30,134 im Jahr. (Quelle: &#8220;US Census Bureau, median household income according to certain demographic characteristics&#8221;. Retrieved 2006-06-29). Wenn man auch nur zwei Mal im Jahr nachbessern muss, ist gut ein Zehntel des Jahreseinkommens weg. Für die Haare! Das Haupteinkommen der Black-Hair-Industry bleibt allerdings nicht in der black community, es wandert zu einem Großteil nach Korea. Gar nicht so weit von Korea entfernt liegt Indien. Indien spielt auf dem black-hair-market eine überdimensional große Rolle. Chris Rock lehrt uns: menschliches Haar ist Indiens größtes Exportgut. <a target="_blank" href="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/article-1036155-01F88E3500000578-339_468x590.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2281" src="http://i-ref.de///wp-content/uploads/2010/04/article-1036155-01F88E3500000578-339_468x590.jpg" alt="" width="280" height="352" /></a>Hindu-Frauen, die sich das Haar als Opfergabe scheren lassen, haben in der Regel keine Ahnung, dass ihre Zöpfe einige paar Tausend Kilometer weiter westwärts für teures Geld wieder an den Mann, bzw. an die Frau gebracht werden. Vor Chris Rocks Kamera sitzen sie, die Endabnehmerinnen dieser indischen Haarteile. Manche von ihnen sind berühmt, viele sind es nicht. Das Haar, so kommuniziert es der Film von Chris Rock, ist das höchste Heiligtum der afro-amerikanischen Frau. So heilig, dass es, außer dem Friseur von keinem berührt werden darf! Unter keinen Umständen. Auch nicht beim Umstand Sex. Sie alle sind sich einig: auch wenn die Hosen runtergelassen werden, die Frisur bleibt tabu. Die Frauen sagen: „Do not touch my weave“, „no“, „you just don’t touch it“ – drei Sätze, eine Devise. Die Männer sagen: „you better don’t come near it“, „you just keep the hand on the tits“. Ice-T ist es, der am Ende von „Good Hair“ eine ziemlich tolerante Bilanz zieht. Er sagt, werte einfach nicht, lass die Frauen machen, was sie brauchen um sich wohl zu fühlen, denn: „if a woman ain’t happy with herself, trust me, she won’t bring nothing but pain to every fucking body around her“.</p>
<p><a target="_blank" href="http://festival.sundance.org/2009/film_events/films/good_hair" target="_blank">GOOD HAIR</a> gewann den <a target="_blank" href="http://festival.sundance.org/2009/news/article/awards_celebrate_2009_storytellers/" target="_blank">Special Jury Prize beim Sundance Festival 2009</a>. Eine aufschlussreiche, marginal globalisierungskritische Dokumentationskomödie.</p>
<p><strong>Buch zum Thema:</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.amazon.de/Hair-Story-Untangling-Roots-Black/dp/0312283229" target="_blank">Hair story: untangling the roots of Black hair in America Von Ayana D. Byrd,Lori L. Tharps</a></p>
<p><strong>Andere interessante Quellen:</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.associatedcontent.com/article/235444/nappy_the_other_nword_why_the_word_pg3.html?cat=9" target="_blank">Nappy, the other „N“ word</a></p>
<p>Jet Mag on Natural Hair<br />
<a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=ZeXUm8OOUA8" target="_blank"><br />
The Tyra Banks Show: „What is Good Hair?“, 2009</a></p>
<p>Und als Nachtisch <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=TE5Y3AJpL6g" target="_blank">den hier</a>, danach wollen wir alle ein weave, als Selbstverteidigungswaffe&#8230;</p>
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