Zwillinge – von Albrecht Tübke



Zwillinge haben etwas rätselhaftes, etwas schillerndes. Insbesondere die eineiigen unter ihnen. Nicht nur Einzelkinder sondern auch die meisten Durchschnitts-Geschwister werden schon einmal neidisch auf das Zwilling-typische Vertrauen, das intuitive Verständnis und das unsichtbare Band, welches sie zu verbinden scheint. Sie sind ein eingeschworenes Team. Und egal wie man es dreht und wendet: sie faszinieren uns.

Albrecht Tübkes Fotografien, mit dem selbsterklärenden Titel “Twins”, möchten nicht etwa mit diesen (oder anderen) Vorurteilen aufräumen – im Gegenteil, sie versuchen diese eher zu bekräftigen. Mimik, Kleidung und Körperhaltung stimmen überein. Der eine gleicht dem anderen. Doch da ist diese eine kleine optische Abweichung, die jedes der fotografierten Geschwisterpaare unterscheidet und den Betrachter auf eine seltsame Art und Weise in seinen Bann zieht.

“Twins” ist eine simple wie beeindruckende Serie, die durch ihre schnörkellosen Porträts ein weiteres Mal beweist, dass weniger mehr sein kann. Der aus Leipzig stammenden Fotografen Tübkes machte sich mit genau dieser Maxime bereits weltweit einen Namen und konzentriert sich in seinen Arbeiten hauptsächliche auf das ruhige und gefühlvolle Porträtieren von Menschen.

Needless to say no identical twins are truly identical and it seems to be the differences between these particular sets of twins that straight away engages the viewer. The complicity between these twins is not only to be detected
in their similar modes of dress, but also in their gaze. Their stance, their postures and their body sizes are all at variance, and this intrigues us, but their gazes, the ‘windows on their souls’, the true reflections of their beings, seem to be in accord in each of these pairs of twins. These matter-of-fact, full face, full-length portraits in a style not dissimilar to that of Rineke Dijkstra or Helen van Meene, offer good PR for the ‘less is more’ school of thought. – Roy Exley

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All images © Albrecht Tübke

via boooooooooom

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