Ausstellung: Berhard Brungs On Susan Sontag



Es gibt viele Möglichkeiten, seiner Bewunderung für eine Person Ausdruck zu verleihen. Sei es in stiller, privater Ehrfurcht oder in gleißender, fast zwanghafter Verehrung, die sich in einer Anhäufung von Devotionalien und, im schlimmsten Fall, neurotischen Verhaltensmustern niederschlägt.

Der Maler Berhard Brungs hegt eine besondere Bewunderung für große Künstler und Intellektuelle der jüngeren Zeitgeschichte und vergegenständlicht seine Faszination naheliegend: er malt sie. So bildete er in vergangenen Werkgruppen große Geister wie Baudelaire, Genet, Rimbaut oder deutsche Expressionisten wie Georg Trakl und Else Lasker-Schüler ab.

In hellen, mit leichter Hand aufgetragenen Pastell-Tönen zeichnet er Szenen aus dem Leben der jeweiligen in den Fokus genommenen Person nach. Das sind Begegnungen mit Zeitgenossen, wesentliche Ereignisse und prägende Erlebnisse. Bevor er eine Werkserie beginnt, liest er sich intensiv in Essays, Romane, Tagebücher und Biografien ein, um ein detailliertes Bild des Jeweiligen zu erhalten.

Ebenso verfährt er bei der amerikanischen Intellektuellen Susan Sontag. Die drei biographisch angeordneten Segmente der im vorletzten Jahr entstandenen Serie zeigen Sontags Entwicklung vom Teenager mit ausgeprägter Leidenschaft für Bücher zur großen Denkerin, die auf den emigrierten und von den Amerikanern verehrten Thomas Mann traf.

Die Galerie Dittrich & Schlechtriem zeigt noch bis zum 19. Januar die AusstellungBernhard Brungs On Susan Sontag” mit 12 klein- und großformatigen Malerein.

Bernhard Brungs
On Susan Sontag
Galerie Dittrich & Schlechtriem
Tucholskystraße 38  
10117 Berlin-Germany
Dienstag bis Samstag 11 – 18 Uhr

 

 

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