Kristoffer Axén: Malerische Fotografie



Die Kunst der hyperrealistischen Malerei besteht darin, ein Gemälde so aussehen zu lassen, als wäre es eine Fotografie. Doch geht es auch andersherum? Ist es möglich, einem Foto den Eindruck eines Gemäldes zu vermitteln? Der in Stockholm geborene, gegenwärtig in New York lebende Fotograf und Maler Kristoffer Axén beherrscht diese Umkehrung meisterhaft.

In beiden Kunstformen äußerst bewandert, erweckt er mithilfe von dunklen Filtern, unwirklicher Beleuchtung und einem grandiosen Schattenspiel die Malerei romantischer, teils dystopischer Künstler zu neuem, digitalen Leben. Seine Motive sind düstere, wolkenverhangene Naturszenerien, die dem Menschen zumeist nur eine schemenhafte, zart umrissene Präsenz erlauben. Aus einiger Entfernung zum Objekt aufgenommen, könnte jede Szene aus einem Videospiel stammen.

Realitätsnähe darf hier kein Maßstab sein, vielmehr sucht der Künstler, der 2009 sein Diplom vom International Centre of Photography in New York erhielt, den pittoresken Charakter seiner Aufnahmen hervorzukehren. Gedeckte Farben, wie von einem Pinsel gezogene Linien und vordringlich das Spiel mit Licht und Schatten verstärken diesen Eindruck noch.

all images © Kristoffer Axén

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