Fabian Oefner: Der Tanz der Farben



Dass naturwissenschaftlichen Phänomenen und natürlichen Schauspielen eine unvergleichliche Schönheit innewohnt, ist keine Neuigkeit. Durch moderne Technik und kreative Ansätze kann selbst die mikroskopisch kleinste Ebene oder das verblüffendste Detail sichtbar gemacht werden.

Auch der Schweizer Fotograf Fabian Oefner macht sich diese immanente Pracht zu nutze, um fantastische Farbwelten zu kreieren. In seinen Serien “Iridient” und “Dancing Colors” spielt er mit Farbe in Bewegung, Lichtreflexionen und Form.

In “Iridient” fotografiert er Seifenblasen, im Prozess von der Entstehung bis zum unwillkürlichen Zerplatzen. Dieses so simpel klingende Projekt stellt den Fotografen im Wesentlichen vor zwei Herausforderungen: einmal, die richtige Belichtung zu finden, um das lebendige Farbenspiel auf der Oberfläche der Blasen sichtbar zu machen und zum anderen, im perfekten Moment auf den Auslöser zu drücken. Mithilfe von in Hochgeschwindigkeit auslösenden Blitzen belichtet er die durch den Hals eines Zuckerstreuer aufgeblasenen Seifenbildnisse, um auch jedes Detail der Blase sichtbar zu machen. Mehr Details zum Projektaufbau gibt es hier.

Das Projekt “Dancing Colors” macht mittels eines ähnlich durchdachten Versuchsaufbaus akustische Wellen sichtbar. Hierzu werden verschiedenfarbig eingefärbte Salzkristalle auf einer Plastikfolie auf einem Lautsprecher platziert. Beginnt man nun Musik durch den Lautsprecher abzuspielen, setzt die Vibration der Membran ein und kreiert solch lebendige Farbmuster. Auch hier kommt wieder ein extra eingerichtetes Blitzsystem zum Einsatz. Ein Mikrophon wird in den Kreislauf integriert und sendet, wann immer ein Ton erklingt, das Auslösesignal an die Blitze. Mehr dazu, gibt’s hier.

all images © Fabian Oefner

(via)

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