Der Tod nimmt sich einen Tag nach dem anderen: Ralf Schmerbergs Berliner Jahre



15 Jahre lebt der Künstler und Filmemacher Ralf Schmerberg in Berlin. Genug Zeit für vielerlei einmalige Eindrücke, Erlebnisse, Augenblicke, Begegnungen und Momente, in denen das Leben aus allen Nähten zu Platzen droht. Genug Zeit auch ein visuelles Tagebuch anzufertigen, das der Stadt und ihren Bewohnern gewidmet ist. Noch bis zum 16. Dezember präsentieren die Mindpirates, die von Ralf Schmerberg mitbegründete Künstlerinitiative, die erste umfangreiche Retrospektive jener 15 Berliner Jahre.

125 Fotografien in Salonhängung bilden das Cluster eines bewegten Lebens. Die wilden Feiern der 90er-Jahre treffen hier auf die melancholische Einsamkeit einer in Weiß gehüllten Drag Queen. Daran angeschlossen erreicht man durch einen Gang das Innere der zum Atelier Ralf Schmerbergs umgebauten Kreuzberger Mühle, wo dem umfangreichen filmischen Werk des mit etlichen Preisen ausgezeichneten Künstlers Rechnung getragen wird.

Parallel dazu verwandelt sich das Vereinsheim der Mindpirates in einen Salon, in dem Schmerbergs kulinarischer Weggefährte Gordon Wocjicowskie in intimer Atmosphäre ein Drei-Gänge-Menü auftischt, während Kate Coffee, Master-Mixerin der John Muir Bar, die dazu passenden Getränke serviert. Es ist sinnlicher Schulterschluss mit den schillernden Gestalten Berlins, die einen Abend abrunden, der zeigt, wie inspirierend Berlin immer noch ist.


Ralf Schmerberg: Der Tod nimmt sich einen Tag nach dem anderen – Berliner Arbeiten 1997- 2012

Atelier Ralf Schmerberg/Mindpirates Projektraum,
Mindpirates Vereinsheim
Schlesische Straße 38, 3. HH

Öffnungszeiten: Di – Sa, 17 – 24 Uhr

Mehr Infos zum Salon: www.mindpirates.org/salon

Fotoarbeiten © Ralf Schmerberg, Ditone Print
Ausstellungsbilder © Kevin Klein

 

 

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