Ein Pavillon aus QR-Codes – Der russische Beitrag zur Architektur Biennale in Venedig



Für die diesjährige Architektur-Biennale in Venedig übernahmen der Kurator und Architekt Sergey Tchoban und sein Kollege Sergey Kuznetsov von der Agentur SPEECH die Gestaltung des russischen Pavillons. Aufgeteilt in zwei separat zu besuchende Teile “i-land” und “i-city” vereinten sie die Vergangenheit und die Zukunft dieses großen Landes zu einem futuristischen, unvergleichlich interaktiven Erlebnis.

Betritt man den ersten Raum von “i-city”, wird der Besucher zunächst mit einem Tablet-Computer ausgestattet, ein Instrument, das für die nun folgenden Räume wesentlich ist. Denn darin präsentiert sich “Skolkovo”, die Stadt der Zukunft und gleichzeitig eines der größten Projekte in Russland. Die Wände, der Boden und sogar die Kuppel des Pavillons sind komplett mit QR-Codes bedeckt und können vom Besucher einzeln gescannt werden. Jeder Code verrät ein anderes Detail über die Historie oder die architektonische und technologische Zukunft Russlands.

Doch neben dieser technischen Brillanz ist auch die architektonische Gestaltung des Projekts unvergleichlich. Die leuchtenden Codes hüllen das Konstrukt in ein fast steril weißes Licht und vermitteln den Eindruck bei Betreten des Pavillons einen Schritt in die Zukunft gemacht zu haben. Hinzu kommt die beeindruckende Wölbung der Kuppel, eine architektonische Errungenschaft der Vorzeit, welche dem Pavillon die Aura eines Tempels vermittelt.

Die wundervollen Fotos auf dieser Seite kommen von der vielseitig bewanderten Fotografin Patricia Parinejad, deren umfangreiches Portfolio und wirklich interessante Lebensgeschichte ihr hier nachlesen könnt.

all images © Patricia Parinejad

(via)

Kommentar schreiben