WELTLING – Im Land von Super Q und omanischen Cocktails



Dienstag, 6.30h morgens, 36 Grad – Willkommen in Muscat. Mit leichter Müdigkeit und einer Einladung zu einem dreitägigen Wüsten-Campingtrip von Steward Omar komme ich im Sultanat Oman an. Die extreme Luftfeuchtigkeit lässt meine Brille beim Verlassen jedes Raumes komplett beschlagen und innerlich vergöttere ich jetzt schon die Person, die sich für die Entwicklung und Verbreitung von Klimaanlagen verantwortlich zeigt.

Mit der Entmachtung seines Vaters 1970 hat Sultan Qabus aka Super Q auch die Politik der absoluten Abschottung beendet und seither eine komplette Umstrukturierung des Landes vorgenommen: das Sultanat hat seine Tore für Touristen geöffnet, Krankenhäuser und Schulen wurden errichtet, rund 32.800 km Straßen wurden gebaut und eine kostenlose medizinische Versorgung wurde eingerichtet. Außerdem darf man erst seit 1970 Sonnenbrillen auf offener Strasse tragen.

Im Oman geht es grundsätzlich sehr ruhig zu, die meisten Geschäfte öffnen bereits früh morgens, da man sich zwischen zwölf und vier Uhr zum Gebet zurückzieht und irgendwie machen die Omanis, die ich bisher getroffen habe auch sonst nicht den Eindruck als würden sie sich so leicht aus der Ruhe bringen lassen.

Nach einem ruhigen ersten Tag ging es heute Morgen auf einer erst zwölf Jahre alten und perfekt ausgebauten Autobahn (ich weiß so etwas zu schätzen, denn ich komme vom Dorf und bei uns fährt man von einem Schlagloch ins nächste) von der Hauptstadt ins zwei Stunden entfernte Nizwa. Mein grandioser Fahrer Kamish ist das Ebenbild von Morgan Freeman und bezeichnet sich selbst als omanischen Cocktail, da seine Mama aus Sansibar und sein Papa aus Muscat kommt. Nach dem Erkunden von Nizwa, Herumklettern auf dem Fort und Besuchen des Suq lassen wir es für heute gut sein und fahren nach Hause, denn bei 44 Grad Außentemperatur ist das Anheben des großen Zehs schon anstrengend.

Liebsten Gruß

Teresa

 


Über WELTLING: Teresa, 25, packt ihre Siebensachen und macht sich auf große Reise. In 10 Stationen führt sie ihr Weg über 4 Kontinente einmal um den Globus. Für i-ref berichtet sie in Schrift und Bild regelmäßig von ihrem großen Abenteuer.

 

 

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