Der polnische Fotograf Bartosz Matenko hatte uns mit seinen dynamischen Aufnahmen vor einigen Monaten schon einmal zu einem umfangreichen Feature auf i-ref animiert, weswegen wir ihn gebeten haben, uns über seine Arbeit auf dem laufenden zu halten. Gestern ließ er uns schließlich wissen, dass er soeben eine neue Reihe dokumentarischer Schwarz-Weiß Aufnahmen über den Alltag von Schafhirten in den albanischen Bergen fertiggestellt habe.
Jedes Jahr im Sommer ziehen die albanischen Schaf- und Ziegenhirten mit ihren Herden in die Berge, da Hitze, Staub und verdorrtes Gras das Flachland zu einem unwirtlichen Ort für die Tiere machen. Das Gebiet Markofce Javorr liegt im Nordosten des Landes, direkt an der Grenze zum Kosovo. Die nächste Stadt liegt knapp 4km vom Pfad in die Berge entfernt. In den Sommermonaten leben fünf Familien in diesem Gebiet, für die jene Zeit einem Sommerurlaub gleichkommt. Die täglichen Pflichten halten sich in Grenzen und der Tagesablauf wird von der Sonne bestimmt. Die Kinder toben herum, die Eltern kümmern sich um die Tiere. In diesen Monaten rückt man näher zusammen und kommt zur Ruhe. Alle Familienmitglieder teilen sich ein Bett, elektrischen Strom gibt es nicht.
Trotz dieses simplen, recht kargen Lebens, hat die Globalisierung auch vor den albanischen Bergen nicht Halt gemacht. Davon zeugen Mobiltelefone, Markenkleidung und moderne Off Road-Fahrzeuge. Nichtsdestotrotz spiegeln die Aufnahmen, die in dieser Zeit entstanden sind, eine ganz eigentümlich Ruhe und Selbstreflexion wieder.
all images © Bartosz Matenko














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