In der Flut von rasanten Action-Filmen, bombastischen Thrillern oder virtuos animierten Fantasy-Filmen, deren Kinostart unmittelbar ins Haus steht, kann es schon mal vorkommen, dass Dokumentationen in der Masse untergehen. Umso schlimmer, dass wir von diesem Film bisher nichts mitbekommen haben. Obwohl die Bezeichnung “Dokumentation” diesem außergewöhnlichen Produkt exzellenter Filmkunst unrecht täte.
“Samsara” ist nämlich kein Film, der sich nur auf seinen dokumentarischen Charakter festlegen lässt, vielmehr ist es zugleich visuelle Weltreise und hymnisches Tribut. Über einen Zeitraum von fünf Jahren haben Regisseur Ron Fricke und Producer Mark Magidson 25 Länder, ausgerüstet mit einer, eigens für die Dreharbeiten zu diesem Film konstruierten 70mm-Kamera und einer speziellen Time Lapse-Kamera, bereist und sich dem Vorsatz verschrieben, eine neue Ebene, kinematischer Brillanz zu erschließen.
Der Titel des Ergebnisses dieser langen Reise ist Sanskrit und bedeutet “das sich ewig drehende Rad des Lebens”. Und genau unter diesem Claim suchen die beiden Macher die Verbindung zwischen Mensch und Natur auszumachen. Sie bringen den Zuschauer an sakrale Orte, in Katastrophengebiete und in Industriegebiete, überall dahin, wo Mensch und Natur zusammentreffen.
Kommentare und verbale Einmischung eines Sprechers setzt der Film nur in dosierter Form ein, vielmehr soll das Projekt eine stille Meditation über das Wunder des Lebens sein, die der eigenen Interpretation des Betrachters unterworfen ist. Untermalt mit eigens für “Samsara” komponierter Filmmusik, ist der Film ein eher stilles Erlebnis.
Der Trailer zumindest macht Freude. Wer auf spektakuläre Bilder und filmische Extraklasse steht, sollte sich also am 23. August in die hiesigen Kinos begeben, sich zurücklehnen und genießen.
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