Claudia Rogge: Die Faszination der Masse




Kollektive Bewegung schafft Dynamik, Uniformität wirkt mechanisch. Welche Faszination von menschlichen Massen ausgeht, erkundet die in Düsseldorf lebende Künstlerin Claudia Rogge in ihren Performances, Interventionen und bildgewaltigen Fotografien. 

Ähnlich einer Malerin fotografiert Rogge ihre Modelle zumeist einzeln, um sie am Ende des künstlerischen Prozesses digital zu einem Gesamtwerk zusammen zu setzen. Hier dient ihr nicht nur der oftmals nackte menschliche Körper als Projektionsfläche für die Betonung der Massenhaftigkeit, auch das Spiel mit dem Lichteinfall und der natürlichen Kolorierung der Bilder beherrscht sie virtuos.

Während ihr erstes fotografisches Projekt zu dieser Thematik “Rapport” noch durch die digitale Vervielfältigung einer einzelnen Person, die Konformität und homogene Undurchdringbarkeit einer Gruppe simuliert, schaffte sie 2011 in “EverAfter” Bildkompositionen, die den apokalyptischen Ölgemälden aus der Zeit der Klassik in nichts nachstehen. Mal düster, mal frivol, steht hier die Verbindung von Mann und Frau im Vordergrund.

In “Choleration” dagegen wird die transportierte Stimmung des Bildes durch die Integration farbspezifischer Elemente gesteuert. Was alle Projekte eint, ist die Konzentration auf die menschliche Masse und eine immanente Initiative der Darsteller. Bewegung statt Stillleben, Dynamik statt Stagnation.

Neben einer kleinen Auswahl chronologisch sortierter Werke, gibt es oben außerdem noch ein Video, in dem die Künstlerin bei arte Einblick in  ihr Schaffen gibt.

“Rapport”

“Uniform”

“Dividuum”

“Choleration”

“ISO 10″

“EverAfter”

all images © Claudia Rogge

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