
Das Böse im Menschen. Warum töten einige Menschen ohne Anzeichen eines schlechten Gewissens? Was unterscheidet diese Straftäter von anderen und was können wir dagegen tun? Genau diesen und einigen anderen spannenden Fragen geht die arte Dokumentation “Das Böse – Warum töten Menschen Menschen?” nach, die Anfang dieser Woche erstmalig ausgestrahlt wurde.
Eine hochinteressante Analyse einiger Neurowissenschaftler und forensischer Psychater, die die harte Realität, die wir sonst nur aus Krimis oder Horrorfilmen kennen, faktisch und rational veranschaulicht.
Sehenswert!
Über Jahre leitete Susanne P. die sozialpsychiatrische Abteilung der JVA Straubing, bis ein Häftling sie am 7. April 2009 in ihrem Büro als Geisel nahm und mehrfach vergewaltigte. Erst nach sieben Stunden gab der Mann auf. Susanne P. kannte ihn gut, er war jahrelang ihr Patient und sie hatte bei ihm Fortschritte diagnostiziert. Sie sagt: “Ich hatte mich bei diesem Menschen geirrt und ganz offensichtlich etwas übersehen. Das quält mich beinah mehr als die Tat selbst. Es hat mein ganzes Vertrauen in mich, meine Wahrnehmung, meine Fähigkeiten und Sicherheiten dieser Welt erschüttert.” (…)
Es gibt sie, und sie beunruhigen die Menschen zutiefst. Immer, wenn es um die Frage geht, wie die Gesellschaft mit psychisch gestörten Schwerverbrechern umgehen soll, ob man sie heilen und wieder freilassen kann, taucht die Angst vor dem Bösen auf, das durch menschliches Mitgefühl nicht erreichbar ist.
“Prinzipiell glaube ich, dass man jeden Mann zu einem Killer machen kann.” - Neuropsychologe Thomas Elbert von der Universität Konstanz

