Filmtipp: Spike Lee – Red Hook Summer




Spike Lee ist zurück. Nachdem er die letzten Jahre beinahe ausschließlich dem Dokumentarfilm und seiner Professur für Filmkunst in New York gewidmet hatte, kehrt der Regisseur also in jenes Metier zurück, das ihn so berühmt gemacht hat. Sein neuer Film “Red Hook Summer” setzt die Chronik von Filmen, in denen Lee ein präzises Bild, fern von jeglicher Hollywood-Retusche, des New Yorker Stadtteils Brooklyn schafft, fort. Tragendes Motiv ist auch hier wieder ein intimer Familienkonflikt.

Flik Royale (Jules Brown), ein kleiner Junge aus Atlanta, wird von seiner Mutter bei seinem Großvater, dem tief religiösen Enoch Rouse (Clarke Peters) abgesetzt, den er zum ersten Mal in seinem Leben sieht und bei dem er den Sommer verbringen soll. Dieser ist Priester einer kleinen Kirche in Red Hook, einem Sozialwohnungsprojekt in Brooklyn. Genervt von den ständigen Versuche seines Großvaters, den Jungen auf den rechten Pfad zu geleiten und zum aufrechten Christen zu erziehen, droht der Sommer für Flik zum Desaster zu werden. Doch hier kommt Chazz Morningstar (Toni Lysaith), ein Mädchen aus der Kirchengemeinde ins Spiel, die dem Jungen eine andere Sicht auf ihren Heimatort eröffnet. Bald schon ändert sich Flik’s Gefühl für seine erst so feindlich erscheinende Umwelt.

In die oft von typischer Gospelmusik untermalten Bilder mischt Lee in diesem Film grobkörnige Aufnahmen, um dem Zuschauer einen leichteren Zugang zu den dargestellten Personen zu ermöglichen. In den USA startet der Film im August diesen Jahres. Ein Termin für den hiesigen Kinostart steht noch nicht fest.

(via)

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