Bruno Walpoth: Intimität des Holzes




Die künstlerische Idee, die hinter den hölzernen Skulpturen des Südtiroler Bildhauers Bruno Walpoth steht, ist auf den ersten Blick denkbar einfach. Die menschliche Anatomie dient ihm als Blaupause für seine perfekt wirklichkeitsgetreuen Körper.

Und doch wohnt den Werken eine persönlichere Ebene inne:  Die abgebildeten Gesichter sind anonym und doch von stiller Intimität, welche durch die sorgfältige Polierung des verwendeten Lindenholzes den meist leeren Raum um die Figuren herum durchdringt. Präzise Physiognomien und eine schroffe Knochenzeichnung verleihen den Skulpturen etwas in sich Ruhendes.

Bruno Walpoth wurde 1959 in Brixen geboren und begann schon im Alter von 14 Jahren eine Ausbildung zum Bildhauer. Nach fünfjähriger Lehrzeit wechselte der Künstler an die Akademie der Bildenden Künste in München, bevor er als Lehrer an die Berufsschule für Bildhauer nach Wolkenstein im Grödental ging. 1996 gründete er mit zwei anderen Bildhauern das Künstlerkollektiv “Trisma”. Seit 2000 ist Walpoth Mitglied im “Südtiroler Künstlerbund”.

Seine Skulpturen waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen innerhalb des Alpenraumes und bis nach Colorado in den USA zu sehen. Neben Arbeiten aus Holz, umfasst das Werk des Künstlers außerdem noch Skulpturen aus Blei und filigrane Zeichnungen.

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