

Das Berliner Bodemuseum beherbergt normalerweise nur Skulpturen und Münzen, doch am Wochenende wird es zur Kulisse für die Oper „Die Hochzeit des Figaro“, zum Schloss Almaviva, nahe Sevilla. Hier werden Intrigen gesponnen, Pläne geschmiedet und vereitelt und es wird vor allem eins: geliebt.
Mozarts Musik hat auch nach 220 Jahren noch Faszination, die Geschichte voller Intrigen und abgründiger Charaktere, allen voran die Männer, könnte in jede Daily Soap übersetzt werden. Der Regisseur und Dirigent Christoph Hagel hat für seine Komödie des Sozialen, auf das Talent seiner herausragenden Cast und auf das der Oper eigene Tempo gesetzt sowie mit Bewegungschoreografen zusammengearbeitet, die manchen Darsteller in eine tanzende Skulptur verwandeln, einen anderen als Pferd auf die Bühne kommen lassen und das gesamte Ensemble einen Fandango auf die Bühne bringen lässt.
Die „Hochzeit des Figaro“ lebt von der Energie der Gruppe und wird noch dieses Wochenende, das letzte im Mai, gespielt, danach wird das Bodemuseum wieder ein wenig ruhiger. Ein kurzes Video gibt es hier, weitere Infos wiederum hier. Für ein bisschen Spanien in Berlin, Olé.



