
Vor beinahe zwei Jahren haben wir euch an dieser Stelle schon einmal die Künstlerin Jessica Harrison und ihre “Flesh Furniture” vorgestellt. Dieser in jeder Hinsicht “ungewöhnliche” Eindruck ihrer Kunst hat uns nicht losgelassen, weswegen es uns ein Anliegen ist, sie und ihre Arbeit nochmals unter die Lupe zu nehmen.
Jessica Harrison lebt und arbeitet im schottischen Edinburgh, verfügt über diverse akademische Abschlüsse in Plastik und Bildhauerei und widmet ihr Oeuvre ganz dem menschlichen Körper. Dem Körper im Raum. Dem Raum im Körper.
Durch ihre dekonstruktivistische Herangehensweise an den Menschen, will sie in einer Art Attrappenversuch, die Simulation menschlicher Oberflächen durch verschiedenste Materialien, unsere Wahrnehmung radikal zu verändern, eingefahrene Muster aufzubrechen und neue Ansätze anzulegen. Konkret nähert sie sich diesem Thema durch Zeichnungen, Lithografien, Plastiken oder Skulpturen an. So schafft sie Figuren, die aus Augen zusammengesetzt sind bis hin zu Installationen aus Zahnspangen.
Intention ihrer Arbeit ist es, den Körper nicht als eine kompakte Einheit herauszustellen, sondern vielmehr als einen Organismus der permanenter Veränderung unterworfen ist. Dies könnte man als ziemlich gewaltsame Idee verstehen, tatsächlich jedoch ist es ein ausgesprochen fragiler und heikler Prozess, den sie hier ansetzt.
Ihre Passion für den menschlichen Körper erklärt sie so:
“The body is something we all share in one shape or form, the filter through which we all experience the world around us and the objects in front of us.”
Eine Auswahl aus ihrem umfangreichen Repertoir findet ihr unten in der Galerie.
All pictures © Jessica Harrison


