
Die Geschichte erinnert an ein modernes Märchen:
Der neunjährige Caine, baute sich im Verkaufsraum seines Vaters, der im Osten von Los Angeles einen Handel für gebrauchte Autoersatzteile betreibt, eine eigene Miniaturspielhalle ganz aus Karton. Inspiriert von realen Geschicklichkeitsspielen, befeuert von einer ausgeprägten Leidenschaft für Spiele und einem brennenden Interesse an der Zusammensetzung von Spielautomaten, bastelte sich Caine, angefangen bei einem Korbwurfautomaten über ein kleines Tischfußballspiel bis hin zu einem Greifarm aus einem Stück Schnur und einem Haken.
Als Material für seine fantasievollen Konstruktionen dienen ihm die ausrangierten Kartons aus dem Lager seines Vaters, alles weitere übernimmt er, mit Schere und Klebeband ausgerüstet, selbst. Sogar ein kleines Büro ist in seinem Spieleparadies zu finden. Er ersann sich, ganz im Stile eines ausgebufften Geschäftsmannes, vergünstigte Tickets, stellt selbstlos seine eigenen Spielsachen als Preise zur Verfügung und fügt seiner Sammlung regelmäßig neue, originelle Apparaturen hinzu. Einziges Problem seiner Geschäftsidee ist, dass sich der Ersatzteilhandel seines Vaters beinahe ausschließlich auf das Internet beschränkt, weshalb Caine’s Miniaturspielhalle nur wenig Zulauf erhält.
Nun kommt die märchenhafte Willkür des Zufalls ins Spiel. Nirvan Mullick, der Macher des Films, kam eines Tages auf der Suche nach einem Ersatzteil für seinen Wagen an Caine´s Arcade vorbei, begann zu spielen und erkannte die Brillanz, die hinter dieser Idee steckte. Noch immer beeindruckt von der Begegnung mit dem Neunjährigen, fasste er kurzerhand den Entschluss, die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen. Er packte die Geschichte von Caine und seiner Spielhalle in einen kurzen Film, verbreitete diesen über das Netz und organisierte mithilfe von Facebook und Co. einen Überraschungsflashmob für den kleinen Erfinder. Die Resonanz dieser Kampagne war sowohl für den verdutzten Jungen als auch seinen eingeweihten Vater überwältigend. Selbst die NBC ließ es sich nicht nehmen, über dieses Ereignis zu berichten.
Verknüpft mit dem rührenden Video ist darüber hinaus noch ein streitbarer Spendenaufruf, mit dessen Hilfe die College-Ausbildung des Jungen finanziert werden soll. Der Spendenstand, der im Moment schon bei fast 165 000 Dollar steht, dürfte mit der Popularität des Films noch mal kräftig durch die Decke gehen. Zumindest zum Wohle der Bildung!
Mehr dazu bei: http://cainesarcade.com/


