


Was wäre die Kunstbranche heutzutage nur ohne Photoshop und InDesign?
Keine Sorge, der Beitrag artet nicht in eine kunstgeschichtliche Grundsatzdiskussion aus. Vielmehr versucht er dem Respekt zu zollen, was durch die von Softwaremogulen entwickelten Programme unserem Auge näher gebracht werden kann. Sie machen das Unmögliche möglich, ersparen uns hunderttausende Fotografien, das Ausschneiden fitzlig kleiner Bildeinheiten und -details. Und trotz des geringeren Aufwandes sind sie nicht notwendigerweise weniger ansehnlich.
Anne-Laure Maison erstellt mit Hilfe der oben Erwähnten ihre digitalen Collagen. Sie stiehlt den Häusern (wie ironisch) die Fenster und Türen um daraus eines ihrer Eigenen zu basteln. Sämtliche leuchtend-transluszenten architektonischen Fragmente werden ihrer Grundfläche entzogen um in einer andersartigen aber beeindruckenden Weise zu etwas neuem Ganzen kombiniert, zusammengefügt und als Solches verstanden.
Wieder einmal ist bewiesen, dass Kunst groß, aufwändig, teuer oder opulent artikuliert werden muss. Nicht.
via mymodernmet



