i-ref in Südtirol – Tag 5: Käse & Kinig




Der letzte Tag der Reise endete mit dem vollsten Bauch der Woche – auf positive Art. In zwei völlig unterschiedlichen Gegenden des Landes trafen wir zwei Menschen und deren Familien, die uns nicht nur mit einer unglaublichen Gastfreundlichkeit sondern auch mit dem tollsten Essen verwöhnten.

Los ging’s in der Hofkäserei Englhorn in Schleis, ein kleiner Familienbetrieb geführt Alexander Agethle. Der Hof ist überschaubar: 12 Kühe, ein Lagerraum, ein Herstellungsraum und die Verkaufstheke. Mehr ist nicht notwendig, denn der vielmals prämierte Käse der Familie ist nicht für die Masse. Liebhaber aus der gesamten Region tingeln in das kleine Dorf im Tal Obervinschgau – hier kommt her, wer davon weiß.

Alexander ist in seiner Arbeit vor allem eines wichtig: Nachhaltigkeit. Er studierte Landwirtschaft und reiste um die Welt bevor er sich auf dem Hof seiner Eltern eine Existenz mit der Käserei aufbaute. Heute ist er einer dieser Bauern mit den “glücklichen Kühen”, von denen oft gesprochen wird. Ja, hier führen die Vierbeiner noch ein beneidenswertes Leben. Jede Kuh gibt nur so viel Milch wie sich kann – somit nimmt man sich Zeit für die Herstellung, setzt weder Mensch noch Tier unter Produktionsdruck.

So wird auch Raphael, der Sohn des Hauses langsam und spielerisch an die aufwendige Arbeit herangeführt. Die beiden nahmen sich einen Vormittag Zeit und zeigten uns wie Käse entsteht.

“Zu einem Freund aus Mailand sage ich immer: Du kannst gar nicht so ein guter Vater sein, wie die Natur hier meinen Sohn erzieht.”









 

Benedikta lebt mit ihrem Mann und den Kindern auf einem Hof in Signat auf dem Ritten. Zu ihr kommen Menschen, die entweder auf der Durchreise sind oder auf der Suche nach traditionellem Südtiroler Essen. Im “Buschenschank Kinig” nahm Benedikta uns Großstädter mit in die Küche und schauten ihr einen Nachmittag über die Schulter, als Knödeln, Zwetschgenkuchen und fantastische Gerichte entstanden.

Diese junge Familie ist keine typische Bauernfamilie. Ihr Mann übernahmen vor einigen Jahren durch einen Zufall den Hof des Bruders. Nun empfangen sie Gäste, produzieren eigenen Wein, Käse und Speck.

Südtirol, wir lieben Dich.








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6 Kommentare

  1. das sind die Pioniere die unsere Heimat so dem Nächsten zeigen, wie die Natur sie hergibt. Vorbildlich. Das erspart kilometerlange Transporte, Einfuhr von Industrieprodukten und gibt an den Kindern wertvolles Vorbild.

    lg mth

  2. Auch wir haben uns auf dem Kinig-Hof sehr, sehr wohl gefühlt.
    Durch Zufall sind wir dort mit 2 Freunden gelandet und hatten die Freunde, Eurem Team bei der Erarbeitung der Reportage als Zaungäste ‘über die Schulter’ zu schauen.Das Essen war ein Gaumenschmauss, der Wein ein wahrer Genuss und die erholsame Ruhe hoch über Bozen Balsam für die Seele. Benedikta und Ihr Mann verwöhnen Ihre Gäste mit ihrer Gastfreundschaft!
    Jetzt kennen wir den Weg zu diesem kleinen Paradies. Dem Zufall müssen wir es nun nicht mehr überlassen.
    Beim nächsten Südtirol-Aufenthalt werden wir ganz gezielt bei der Familie Pechlaner vorbeischauen.

    LG Hanne + Hans

  3. Mit Freude habe ich endlich den Link zu unserem Hof gesehen : Tolle Fotos und eine gute Beschreibung zu unserem
    ” Buschenschank” ( nicht Burschen, obwohl unser Haushalt aus vielen Burschen besteht … auf südtirolerisch junge Männer :) )
    Leider besteht ein kleines Missverständnis , das ich richtig stellen möchte: Den Hof hat mein Mann vom Bruder seines Vaters übernommen ( also Onkel)
    Abgesehen davon könnt Ihr gerne wiederkommen.. :)
    lg Benedikta

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