i-ref in Südtirol – Tag 3: Zu Gast bei Franz Graf Pfeil

Tag 3 in Südtirol, die Überraschungen nehmen kein Ende. Bereits in der Einfahrt zum Weingut Kränzel ist klar: Dieser Ort ist anders. Vor einigen Jahren schuf der Besitzer Franz Graf Pfeil hier eine ganz besondere Erlebniswelt, einen Labyrinthgarten voller Natur und Symbolik.

Seit Sommer 2006 nennt der 650 Jahre alte, gotische Ansitz Kränzel in Tscherms den Labyrinthgarten sein eigen, ein Gesamtkunstwerk aus Labyrinth, Garten, Wein und Kunst. Terrassen und Wasserflächen, Gärten und Weinberge, Zypressen aus dem Süden und Lärchen aus den Bergen prägen das Bild der Landschaft.

Alle vier Anlagen – den Kastaniengarten, den Ewige-Ruhe-Garten, den Früchtegarten und das Cornuswäldchen – wurden unterschiedlich bepflanzt und von Künstlern gestaltet. Der “Irrgarten” selbst ist ein 3.300 m² ausgeklügeltes Weggefüge und wird von einem Spalier aus zehn verschiedenen Rebsorten gebildet. Auch hier werden in verschiedene Nischen Werke bildender Künstler präsentiert.

Vorrangiges Ziel ist das wunderschöne Amphitheater am Ende des Irrgartens, welches rund 300 Personen Platz bietet.

Der Ansitz Kränzel, zweifelsfrei einzigartig in Südtirol. Ein Ort, an dem das Alte gepflegt und bewahrt wird. Ein Ort des künstlerischen Ausdrucks und ein Ort der Ruhe. Und ein Ort, welcher die Begegnung mit Franz Graf Pfeil ermöglichte, dessen Worte wir nicht vergessen werden.

Vielen Dank für den wunderbaren Tag.

 

 

Der Wunsch, für meine Familie und mich etwas Bleibendes zu schaffen, war der Anlass, diesen Garten entstehen zu lassen – einen Ort der Freude für alle, die darin wandeln und sich sammeln wollen.

Der Garten wurde nicht geplant sondern erfühlt, er wächst und verändert sich. Er ist meine lustvolle und kreative Antwort auf die Herausforderungen, die das Leben an mich als Weinbauer und Kellermeister stellt.

 

 

Ich möchte mein Umfeld so schön machen, dass die Leute zu mir kommen.

 

 

Ich habe 2 Hektar Anbaufläche gerodet und einen Garten angelegt. Ich habe eine lebende Skulptur geschafften, mit der ich vorher schwanger war.

 

 

Der Garten wächst und verändert sich, so nehme ich meinen eigenen Wandel auch besser war.

 

 

Mein Ziel ist es, dass sich meine Familie und meine Mitarbeiter auf meinem Hof wohl fühlen, motiviert sind ein Teil des Ganzen zu sein.

 

 

Ohne Kunst könnte ich nicht leben.

 

 

Eigentlich ist die Natur bereits ein Kunstwerk. Der Mensch, ein Baum und eigentlich jede Pflanze ist ein geschlossenes Kunstwerk.

 

 

Das Gehirn ist wie ein Labyrinth. Gedanken sind verwirrt und viele haben Angst sich zu verirren. Im Garten kann man sich spielerisch verirren. Man kann üben Entscheidungen zu treffen. Man entdeckt auch auf dem scheinbaren Fehlweg Dinge, die man sonst nicht entdeckt.

 

 

 

Perfektionismus ist menschenverachtend – das ist so bei uns Menschen und das ist das gleiche in der Architektur.

 

 

Ich habe Lust der Natur etwas zurück zu geben und sie nicht nur auszunutzen. Wir müssen sie respektieren, sonst überleben wir Menschen die Natur nicht.

 

 

Ich möchte, dass der Besucher durch den Garten in Berührung mit sich selbst kommt und etwas mitnimmt, was ihm gut tut.

 

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