Franz Messner. Rittner/Südtirol. Künstler
Herr Messner ist ein ruhiger Mann. Er lässt lieber seine Kunst sprechen. Verständlich – denn sie erzählen unzählige Geschichten, sind Metaphern der Natur. Aufgewachsen in den Bergen von Südtirol ist der Künstler und Schmied eins mit seiner Umgebung.
Er observiert die Landschaft und lässt sie mal elegant und leichtfüßig, mal drastisch und abstrakt in seine Arbeit einfließen. Heraus kommt jedoch kein figuratives, kitschiges Dekor: Messner verzichtet auf Klimbim und Fassaden, spricht Material und dem Raum in dem es sich bewegt die Hauptrolle zu.
So wie seiner stählernen Riesenkugel über den Weinbergen des “Hochfrangart” nähe Bozen. Es ist ein Anblick, der wohl einzigartig ist im Südtiroler Panorama. Eine glitzernde Kugel thront über den Dächern der Stadt. Was nach einem futuristischen Überbleibsel eines Filmsets aussieht, ist in Wahrheit das Prachtstück eines versteckten Märchengartens.
Der Hochfrangart gehört Karl Nicolussi-Leck, der unzählige Künstler beauftragte Skulpturen und Installationen rings um seinen Weinberg zu platzieren. Messners Superkugel, die wir gemeinsam zum Drehen brachten, ist ein 8m hoher Koloss, der sich so wunderbar elegant in die Landschaft einfügt, dass er die heiße Bozener Spätsommer-Sonne in kleine diamantene gelbe Strahlen verwandelt.
Wir trafen den außergewöhnlichen Künstler für ein kleines Gespräch im Schatten seiner Kugel.
Was bedeutet „TUN“ in ihrer Welt?
Denken. “Tun” ist die Denkarbeit, die es braucht um Dinge, die mir auf der Seele liegen zu verarbeiten und am Ende kreativ umzusetzen.
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Was „NICHTS TUN“?
Das kenne ich nicht wirklich. Ich gehe viel spazieren oder wandere. Dann tue ich nur das. Aber Stillstand ist für mich unmöglich. Sonst könnte ich nicht denken.
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1. Alles fing damit an, als ich …
eine handwerkliche Ausbildung machte, dann 4-5 Jahre in München verbrachte um danach -in den 1970ern- eine Ausbildung zum Metallgestalter zu machen.
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2. Mein Job ist für mich …
Kreativ tätig zu sein ist das wichtigste für mich. Geschenkt wird einem zwar nichts, aber mit der Arbeit, die man liebt seinen Unterhalt zu verdienen ist wunderbar.
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3. Heute sieht ein gewöhnlicher Arbeitstag bei mir folgendermaßen aus:
Meine Arbeitstage sind geregelt. Ich brauche Struktur. Man muss eben hart arbeiten um etwas zu erreichen. Ich stehe morgens auf und arbeite bis Abends in meinem großen Atelier and verschiedenen Projekten.
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4. Den größten Einfluss auf mein Schaffen hat …
Musik. Ganz klar. Ein Konzert zu sehen ist unglaublich motivierend und inspirierend. Aber natürlich ist es auch die Natur hier in Südtirol. Am Wegesrand entdeckt man bei genauem Hinsehen eine Vielzahl an Inspirationen. Zum Beispiel kleine Käfer, Insekten. Ihre Körperform ist für mich schon ein kleines Kunstwerk.
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5. Mein aktuelles Projekt trägt den Namen:
Ich kann noch nicht wirklich drüber sprechen, da es wieder ein Landschaftsprojekt wird und noch nicht genehmigt ist. Mein letztes Projekt war die Gestaltung eines Kirchenraumes, gemeinsam mit meinem Sohn, der Architekt ist.
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6. Hierbei geht es um …
Rokoko-Kunst
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Wie lautet ihre Frage?
Wenn ihr wollt, warum macht ihr nicht einfach?
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