
Weil der männliche Blick auf den Körper der Frau zum geschlechterübergreifenden Konsens geworden ist, muss das Umdenken in den Köpfen der Männer beginnen. Ein Plädoyer für den männlichen Feminismus.
Selbstbewusst. Selbstbestimmt. Emanzipiert. Aber um Himmels Willen keine Emanze. Das ist die moderne Frau zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Und so geht sie durch die Welt, auch durch die Arbeitswelt, ehemals sexistische Männerdomäne. Doch die ist ein Gespenst der Vergangenheit. Wenn selbst der Tatort, die große Instanz der deutschen TV-Landschaft, im WM-Jahr mit den letzten Klischees des Frauenfußballs aufräumt, dann muss was dran sein an der erfolgreichen Emanzipation der Frau, die alle Bevölkerungsschichten und Gesellschaftsnischen erreicht und durchdrungen hat.
Ein gefährlicher Trugschluss. Iris Radisch beschreibt die Fehldeutung des feministischen Erfolges in ihrem Artikel Die nackte Gesellschaft (DIE ZEIT/16.06.2011): Wir leben in einer Idylle der emanzipierten und aufgeklärten Pornographie, die in keinerlei Widerspruch zu den Errungenschaften des Feminismus zu stehen scheint. Einer Idylle, in der es „keine Ausgebeutete und keine Ausbeuter mehr gibt.“ In dem Vertrauen, das junge Frauen in diese Idylle stecken, erkennt Iris Radisch den „größten, vielleicht schrecklichsten Triumph [...] der männlichen Arbeit am weiblichen Bild.“ Die sexuelle Befreiung der Sechziger Jahre hat die Frau ohne Zweifel auf ihren Weg vom Sexualobjekt zum Sexualsubjekt gebracht. In der mit ihr verbundenen Offenlegung der intimen Sphäre der Sexualität hat sie aber gleichzeitig den Anstoß für die schleichende Pornographisierung unserer Welt gegeben. Und die ist heute so weit ausgeprägt wie noch nie. Und akzeptiert. Von Männern, aber auch von Frauen.
Was also tun? „Sich nicht für die Leser des Playboy oder der Bild-Zeitung ausziehen“, fordert Iris Radisch. Zumindest nicht zu emanzipatorischen Zwecken, was einige Spielerinnen der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft in der aktuellen Ausgabe des erstgenannten Magazins tun. Aber das reicht nicht. In einer Zeit, in der ehemalige Vorreiterinnen der Frauenbewegung sich lieber darauf konzentrieren in Bild-Zeitungskolumnen Angeklagte in Gerichtsprozessen vor dem Urteilsspruch zu verurteilen, müssen Männer endlich mehr Verantwortung übernehmen.
Natürlich ist im Grunde erst einmal nichts einzuwenden gegen die künstlerische Darstellung des nackten weiblichen Körpers in Aktfotos. Schließlich blickt die Aktmalerei auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Und doch transportieren diese Aufnahmen oft ein falsches Bild. Das Bild der ständigen Verfügbarkeit der Frau, der weiblichen Sexualität. Das ist soweit nichts Neues. Neu ist allerdings, dass viele Frauen dieses Bild adaptieren. In der Post-Germany’s Next Topmodel Gesellschaft geschieht dies freiwillig, fast unbewusst und ohne offensichtlichen Zwang. Eine Selbsterschaffung im männlichen Blick, die im schlimmsten Fall in einem sexuellen Wettbewerb endet. Was relativ harmlos mit einem Flyer einer Uni-Fachschaft, die für ihre Partys mit einem besonders großen Frauenanteil wirbt, beginnen kann, zieht auch schwerwiegendere Konsequenzen auf der zwischenmenschlichen Ebene nach sich. Um in der Gunst ihres Partners nicht zu sinken, setzen sich viele Frauen unter einen sexuellen Leistungsdruck, sei es in einer gefestigten Beziehung oder bei einem One-Night-Stand. Denn, das vermittelt uns das Bild der ständigen Verfügbarkeit, es gibt immer eine Andere, die das tun würde, vor dem man sich selbst vielleicht gerade scheut.
An dieser Stelle muss der Mann seine Fähigkeiten als moderner Feminist unter Beweis stellen. Nicht indem er die Pornographie verbietet, sondern indem er der Frau zeigt, dass er unterscheiden kann zwischen dem Bild und der Realität. Der Versuch, dem gesellschaftlichen Konsens auf der zwischenmenschlichen Ebene entgegenzuwirken, gräbt dem sexuellen Wettbewerbsdruck und der Vorstellung der ständigen Verfügbarkeit der Frau das Wasser ab. That’s the way to treat a lady.
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Danke, Julian!
Wie immer ist es sicher an allen Geschlechtern, gesellschaftliche Veränderungen herbei zu führen. Aber nichts freut mehr, als wenn die vermeintlich nicht betroffenen Bevölkerungsgruppen sich einsetzen. Am Ende leben wir schließlich alle in der gleichen Gesellschaft und sind alle von ungesunden Entwicklungen betroffen.
….es gibt noch viel zu tun….
Frauen müssen lernen, dass sich Mann nicht biologische Reizmechanismen abtrainieren kann. Das wäre wie Umerziehung für Homosexuelle.
“Partner: AXE”.
Das Abtrainieren von biologischen Reizmechanismen verlangt auch niemand ernsthaft, genauso wenig wie Pornographie oder erotische Kunst verteufelt werden sollen. Was nicht bedeutet, dass wir Männer uns für alle Zeit hinter unserem Trieb verstecken dürfen und uns so aus der Verantwortung ziehen.
Und die Partnerschaft mit AXE hat keinen Einfluss auf die Meinung des Autors und damit den Sinn dieses Artikels.
Dass Frauen versuchen, die tagesaktuellen Männerwünsche (oder was dafür gehalten wird) zu erfüllen, finde ich so neu nicht. Neu ist lediglich der organisierte Antifeminismus und die Hetze gegen Frauen, die diese Vorstellungen nicht erfüllen. Da vermisse ich dann aber auch die Auseinandersetzung zwischen Männern, denn Antifemismus bervormundet nicht nur Frauen, sondern auch Männer und bekämpft nicht nur Feministinnen, sondern auch progressive Männer und andere Perspektiven.
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Der Artikel von Julian Dörr ist frauenfeindlich, weil er etwas völlig verkennt. Nämlich den Grund, warum Frauen sexy sind:
Fast alles, was Frauen machen (außer im Haushalt und bezüglich Kindern) ist eine Belastung:
* Frauen verursachen mehr Verkehrsunfälle als Männer (pro gefahrenem Kilometer)
* Frauen sind inkompetenter, Was Geld angeht (weibliche Selbstständige verdienen viel weniger als männliche selbstständige)
* Frauen sind häufiger krank
* Frauen leben länger (= sind länger unproduktiv)
* Frauen leben länger und verursachen deshalb überproportionale Gesundheitskosten, da die meisten Krankheiten und schweren Komplikationen im Alter in Erscheinung treten
* Frauen sind fast nie herausragend in Wissenschaft, Kunst, Ingenieurswesen, Erfindungen, Sport etc..
* Frauen sind (was häusliche Gewalt angeht) gewalttätiger als Männer
* Frauen sind praktisch nutzlos was Hilfe angeht (Feuerwehr, Katastropheneinsätze, einem Menschen nach einem Autounfall helfen, etc.)
* Alleinerziehende Frauen sind DAS Krebsgeschwür der Gesellschaft (“Kriminellenproduktionsfabrik”).
* Frauen sind fast nie lustig/witzig/unterhaltsam
In der Tat sind Frauen fast völlig nutzlos und und eine derartige Belastung (außer in häuslichen Angelegenheiten und in Kinderdingen), dass sich die Natur etwas ganz Extremes hat einfallen lassen müssen, damit Frauen überhaupt begehrenswert sind:
Der Geniestreich der Natur war der folgende:
Frauen sollen Sexobjekte sein und gleichzeitig sollen Männer Sexobjekte begehren.
Das ist natürlich genial und genial natürlich!
Außerdem hat die Natur einen Gentleman-Reflex eingerichtet, der Männer selbst fremden Frauen helfen lässt ohne Gegenleistung. Damit sind Männer die altruistischsten und über Unzulänglichkeiten des anderen Geschlechts hinwegsehendsten Geschöpfe der Natur, während Frauen fast nutzlos sind aber dafür gerne meckern.
Wie wahr diese Tatsache ist, lässt sich daran sehen, dass sobald Frauen keine Sexobjekte mehr sind (ab 40) sie kaum noch einen Partner finden können, weil sie halt so nutzlos geworden sind.
Julian Dörr (der Schreiberling des obigen Pamphlets) versucht also den Geniestreich der Natur mit Ideologie und Weiß-Rittertum auszublenden.
Das ist sexistisch, frauenverachtend und versucht Natur durch Gedankenkontrolle rückgängig zu machen, was doch ein bisschen zu stark an Orwell und Hitler erinnert, lieber Julian. Unter Hitler und Orwell wären nämlich Germany’s Next Topmodel und Playboy verboten.
Außerdem versucht der Artikel Frauen auf ihre inneren Werte zu reduzieren, ignoriert also die ganzheitliche Sicht der Geschlechterbalance.
Widerwärtiger Artikel von einem Pinken Pudel. Mal schauen ob sich der auf den Pudelschwanz getretene traut, meinen durch jedermanns Erfahrung und wissenschaftliche Studien fundierten aber politisch inkorrekten Kommentar zu veröffentlichen.
Unter Orwell wäre am Ende sogar Let’s Dance verboten worden. Ein hartes Regime war das! *LOL*
und ich lese es nochmal und nochmal….solange, bis meine kleiner Mikrobenverstand, das verarbeiten kann, was mich immer wieder zudiesem Artikel hinzieht