



Wie unschwer zu erkennen, ging es diese Woche in New York besonders um: Kunst. Nachdem uns der Directors des MoMA PS1 Klaus Biesenbach persönlich durch sein Haus führte, bekamen wir am Montag auch noch eine Tour durch das Museum of Modern Art.
Eine bezaubernde ältere Dame zeigte uns alles, was die ehrwürdigen Hallen hergaben: von deutschem Expressionismus, südafrikanischen Impressionismus, bis hin zu kontemporärer amerikanischer Moderne. Wir sahen Werke von Jackson Pollock, Jasper Johns, Niki de Saint Phalle oder Cy Twombly, die es in dieser Mixtour wohl nur im MoMA zu sehen gibt.
Doch ein Künstler fiel besonders auf: Francis Alÿs. Der belgische Wahl-Mexikaner begeistert durch poetische, allegorische Methoden soziale Realitäten und politische Konzepte zu hinterfragen. Dabei bezieht er sich stets auf die Veränderungen moderner Gesellschaften, urbaner Landschaften und auf Muster wirtschaftlicher Prozesse.
Im Rahmen der Ausstellung „A Story of Deception“ zeigt das MoMA viele bislang ungezeigte Werke der letzten 15 Jahre Francis Alÿs. Darunter Video- und Audioinstallationen, Malereien, Fotografie und Performances. Wie beispielsweise Tornado” oder “Rehearsal I” – Video-Installationen, in denen Alÿs Sand-Tornados in der mexikanischen Wüste hinterher jagt, um nur mit einer Kamera bewaffnet in das Auge der Twister zu springen oder unzählige Male mit einem Käfer einen Hügel in Tijuana hoch fährt, der an der amerikanischen Grenze mündet:
For Rehearsal I (Ensayo I), Alÿs staged a scene in which the driver of a Volkswagen Beetle repeatedly attempted in vain to scale a dusty slope on the outskirts of Tijuana. The driver listened to a tape recording of a musical rehearsal by a Mexican brass band and mimicked the recording, starting and stopping as the band did.
Tornado (…), culled from footage recorded over a period of 10 years, the video symbolically combines the sublime with the unattainable and can be considered a metaphor for failed pursuits of utopian ideals, an unstable balance between order and chaos, and man’s repeated attempts to persist despite inevitable consequences. Challenging the powers of nature in a perplexing one-on-one confrontation, Alÿs recognizes human persistence and emphasizes the necessity to pursue ideals however unattainable or seemingly absurd.
Francis Alÿs Werke verbinden nicht etwa Stil oder Medium, sondern die Tatsache, dass Konzept, Planung, Aktion, Deinstallation der Aktion, Dokumentation oder verwendete Gegenstände der gleiche Wert zugesprochen wird – das Kunstwerk ist nicht nur das Produkt, sondern die Reise dorthin und wieder zurück.
Alÿs studierte Architektur in Tournai und Venedig bevor er 1986 schließlich nach Mexiko City ging. Videos und weitere Infos hierzu findet ihr auf moma.org.
Aber nicht nur Kunst stand auf dem Programm unseres New York Aufenthaltes. Volkswagen und das MoMA ließen es sich nicht nehmen ihre frisch angekündigte Partnerschaft gebührend zu feiern.
Und lädt eines der wichtigsten Museen der Welt zu einer Party, kommen sie alle. Über den “blauen Teppich” im Skulpturengarten auf der 54th Street liefen unter anderem Madonna –die leider nicht fotografiert werden wollte-, James Franco, Chloë Sevigny, Yoko Ono, Lucy Liu, Kim Catrall, die gesamte Gossip Girl Besetzung inklusive Penn Badgley und unzählige andere hochkarätige Namen. Bei guten Getränke und netter Gesellschaft bestaunten wir anschließend den großartigen James Murphy von LCD Soundssymstem hinter den Turntables. Mathias von whudat hat nach eigener Aussage sogar mit Asher Roth eine Beatbox/Rap-Einlage hingelegt. Wir sind gespannt – Mehr dazu dann bald in seinem NYC-Vlog.
Weitere Eindrücke der großartigen Reise gibt’s auf Jeriko, WeLikeThat, Castor&Pollux, Dragstripgirl, LesMads, ThisIsJaneWayne, die u.a. auch mit von der Partie waren.
Hier geht’s zu i-ref in NYC Teil 1 & Teil 2.
all images © i-ref Magazin, Jeriko, YeahSara


