




Könnte man fast meinen. Doch bei dem jungen Künstler aus Laguna Beach ist jede seiner Schrauben fest an ihrem Platz. Minutiös aneinandergereiht, von Papier umsäumt, in verschiedenen Tiefen versenkt und mit bunten Farben bestrichen. Verrückt? Es geht noch besser. Auf einer Sperrholzplatte legt er Telefonbuchseiten aus – aus dem Vorwahlbereich der/des auf den Portraits Abgebildeten. Alle 8.000 bis 10.000 Schrauben, die Andrew Myers für eines dieser dreidimensionalen Motive benötigt, werden in per Hand vorgebohrte Löcher im Sperrholz gejagt. In Millimeterarbeit werden sie parallel und orthogonal zueinander aufgesetzt und in den Untergrund gedreht.
For me, I consider this a traditional sculpture and all my screws are at different depths.
Für die Berechnungen verlässt er sich nicht auf Computerprogramme. Andrew koordiniert das alles per Augenmaß. Die Arbeiten des jungen Kaliforniers faszinieren besonders, wenn man sich um sie herumbewegt – dann erst sticht dem Betrachter die Dimensionalität ins Auge.
Irgendwie erinnert es aber auch unweigerlich an die Neunziger, als man in jedem besseren/schlechteren Haushalt eine dieser Plexiglasnagelplatten-Gebilde finden konnte. Zur einen Seite gekippt, die Hand, respektive Gesicht drauf gepresst und umgedreht. Mayers bringt das zur Perfektion. Mehr von ihm gibt es auf seiner Website.
Andrew Meyers didn’t screw this one up!




all images © Andrew Mayers
via mymodernmet


