Jan von Holleben’s Reise zum Nabel der Welt

Pränatal ist er die Schnittstelle von Mutter und Kind. Ein fleischiges Band, das uns füttert und wachsen lässt und einen der basalsten Unterschiede zwischen säugenden und eierlegenden Lebewesen darstellt. Nicht bevor es gekappt ist, beginnen wir individuell zu existieren. Kreaturen hingegen, die zur Geburt aus kalkigen Schalen schlüpfen, recken die Hälse um von der Erziehungsberechtigten genährt zu werden. Vorgekaut und halbverdaut.

Auf diese beiden unterschiedlichen Körperregionen hat sich Jan von Holleben bei seinen Fotografien “Neck” und “Belly Button” konzenriert. Der 1977 in Köln Geborene wuchs in einer süddeutschen Kommune auf. Im Alter von 13 Jahren beschloss er, es seinem Vater gleichzutun, nahm eine Kamera in die Hand und begann damit zu experimentieren um so seine fotografische Vorstellungskraft zu fördern. Mittlerweile beherrscht er, was er tut, ziemlich gut, die Neugier im Jugendalter hat sich bezahlt gemacht.

I once ruled the worlds. Not just one, but many. I ruled them with mirrors and lenses. I ruled them with light and shadow and time. Sometimes I ruled with a trick of the eye. Through my camera, an entire cosmos took shape, and each world within it seemed to operate by a certain unfamiliar logic, like a sort of magical clockwork.

Jan wohnt und arbeitet heute in Berlin, London und Salbach am Kaiserstuhl, liebt Bircher Müsli und bunte Sneakers.

all images © Jan von Holleben

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