Virtuelle Architektur – “Flying and Floating”



Der niederländische Künstler Robert Overweg (Jahrgang ’81) nimmt die Welt dort wahr, wo sie eigentlich aufhört, am Rande der Geschehnisse von Videogames. 2007 war es, als er sich beim Spielen von Left for Dead plötzlich an einer Straße wieder fand, die nicht weiterging. Sie war gesäumt von Büschen und Wänden, aber hörte mitten im Nebel einfach auf. An diesem Nicht-Ort entschied er „to capture this and (to) go into other games and explore their aesthetics of the ends of their worlds”  (Quelle: BBC)

Genau diese Orte, die aus spieleentwickelnder Sicht  sozusagen der Schlussstrich sind, sucht Overweg auf. Ihn interessiert nicht die Jagd, das Schießen oder der Krieg, sondern nur das ästhetische Umfeld dieser Aktionsfelder. Sich selbst begreift Overweg als Entdecker, der die Risse in virtuellen Welten in ihren Randbezirken aufspürt und dokumentiert.

Seine neueste Arbeit „Flying and Floating“ macht da weiter. Wir sehen virtuelle Architektur; die Hinterhöfe der Mafia, den leeren Parkplatz, die Treppen ins Nirgendwo – oder mit Frank Zappa: „Stairway to Hell“.

Robert Overwegs Artist Statement zu Flying and Floating:

Continuing to photograph in the virtual world I am trying to find new ways to photograph in and through the virtual world. Trying to achieve the image where a photograph becomes more than the game. No editing or collage involved.

all images © Robert Overweg

Kommentar schreiben