



Im ausklingenden letzten Jahr stellten wir euch bereits die Fashion Faces von Nachwuchstalent Tobias Wirth vor. Sein aktuelles Projekt, das er seit 2008 verfolgt und das langenoch nicht beendet sein wird, nennt der vor 25 Jahren in Schwetzingen geborene Fotograf „Placebo Paradise“. Es hat weder mit der gleichnamigen Alternative-Band, noch mit wirkstofffreien Pharmapräparaten zu tun.
Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von diesen künstlichen Welten. Faszination bedeutet in meinem Fall jedoch nicht Begeisterung, sondern eher Befremdung. Erkenntnisleitend war dabei die Beschäftigung mit der Theorie der Heterotopien (M. Foucault), eine eigens inszenierte, völlig artifizielle, örtlich begrenzte Welt, die in ihr Umfeld nicht hinein zu passen scheint.
Der Schwerpunkt seiner Arbeiten, so Wirth, liegt hierbei nicht im Aufzeigen der offensichtlich absurden Örtlichkeit, vielmehr bei den Individuen, die sich in ihr bewegen. Dem Einzelnen bleiben oft nur bedingungslose Identifikation oder tiefe innere Einsamkeit. Innerhalb der vergangenen Jahre besuchte der Wahlberliner verschiedene deutsche Erlebniswelten und teilt seine Eindrücke mit uns.
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