Das etwas andere “Shining” – Ibon Mainar



Im ewigen Sorgenkind der parlamentarischen Erbmonarchie Spaniens, dem Baskenland, treibt der 32jährige Installationskünstler Ibon Mainar sein Unwesen. Er wirft Bilder anstatt an eine Leinwand in die Natur – und behilft sich dessen, was diese ihm bietet:

When I project on trees, the image (light) is distributed around the leaves, branches and trunks. The viewer observes a “multilayer” and “multidimensional” image because of the penetration of the light between the foliage. The viewer has troubles distiguishing the image levels.

Die Idee zur Projektion kam 1646 auf, als ein deutscher Geistlicher eine Kerze zur Hand nahm um ein Gemälde an die Mauern zu projezieren. Ibon orientierte sich mit seiner Idee an der der Zauberer, die so ein geisterhaftes Abbild ihrer Selbst in ihre Kunststücke miteinbrachten. Bei der Darstellung an unebenen Objekten erfährt die Projektion eine unerwartete Dimensionalität. Die willkürlichen Formen des Untergrundes bestimmen den Grat der Deformation bzw. Akkuratheit und verzaubern so das betrachtende Auge.

Seine Kunstprojekte werden von der Baskischen Regierung finanziell unterstützt, einem Teil Spaniens, der schon seit langer Zeit für seine Unabhängigkeit kämpft. Mainar macht sich das schöne Wilde der baskischen Natur zu Nutzen und gibt der Region somit kleines bisschen mehr Kultur zurück.

But [unfortunately] in the pictures you cannot appreciate all generated layers and how the image penetrates the whole tree.

Wir finden diese Art der Inszenierung richtungsweisend und freuen uns bereits auf seinen ref-AQ.

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© Ibon Mainar

via directsearch

4 Kommentare

  1. Weder habe ich verstanden, warum diese Sache richtungsweisend sei, noch, welchen engeren Bezug sie zum geläufigen Schicksal des Baskenland hat. Über Aufklärung darüber würde ich mich freuen.

  2. @matthias: Ich glaube, nicht DIE SACHE direkt ist richtungsweisend, sondern es geht wohl eher darum, dass der Künstler die “baskische Kunstszene” vorantreibt…so hab ich’s verstanden…
    Und zum Schicksal des Baskenlandes…hm…so wie Du es formuliert hast, hab ich das dort garnicht wiedergefunden…Ich würde auch da mal sagen, dass es nicht um die dargestellten Projektionen geht, sondern dass sie überhaupt da sind und dem baskenland ein stück mehr Individualität gegenüber Spanien verschaffen…und durch die finanzielle Unterstützung ihre angestrebte Unabhängigkeit untermalen…jo…….oder wat??

  3. …noch, ob es besonders elegant ist das Baskenland, dessen lange konfliktreiche Geschichte so viele Leben gefordert hat, “Sorgenkind” zu nennen.

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