Jim Kazanjian – Einstürzende Altbauten




Der aus Portland, Oregon stammende Künstler Jim Kazanjian kennt Adobe PhotoShop wie seine Westentasche. Unumgänglich, wenn man bedenkt, dass er das Programm nutzt um seine atemberaubenden Digitalkollagen zu erschaffen, die die Stille des Ortes an dem sie neu entstehen symbolisieren. Auf eine unheimliche Weise sehen die Kompositionen aus, als seien sie mit Bleistift gezeichnet.

Kurze Zeit hat sich der Künstler auch mit klassischen Kollagen beschäftigt. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet er bereits mit Computergrafiken. Als er seine Schulausbildung abgeschlossen hatte wurde dieser Zweig gerade interessant. Für seine Werke empfindet Jim Kazanjian die analoge Methodik zu zeitaufwändig und künstlerisch nicht frei genug. Seit langem modifiziert er seine Stücke ausschließlich mit PhotoShop, daran wird sich in naher Zukunft wohl auch nicht viel ändern.

Die zerfallenden Gebäude, die Kazanjian zeigt, hat er gewählt um den Rezipienten in seinen Bann zu ziehen. Die archetypische Erzählweise soll das Bekannte in seiner Manier unkenntlich machen, die Realität verzerren. Er nutzt sie als Ausgangspunkt um den Eingang in seine Bilder zu ermöglichen. Das Stilmittel Schwarz/Weiß-Fotografie hat eine unglaubliche Klarheit und Tiefenschärfe, die man mit farbigen Bildern einfach nicht erreichen kann. Zudem kommt der “Zeitlos-Effekt”. Dies sind für ihn die wichtigsten Faktoren um seine Bilder so zu erschaffen, dass sie ihre Mystik nicht verlieren.

via fubiz

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