

Glas gehört zu den ältesten Werkstoffen der Menschheit und durchdringt in seiner Beschaffenheit unser aller Alltag in den meisten Lebensbereichen. Doch war es immer schon mehr als nur ein nützliches Produkt. Glas ist geheimnisvolle Transparenz und vielleicht auch deswegen ein vielmalig interpretierter Begriff in der Poesie und Lyrik. Da kann der Linoleumfußboden nicht mithalten.
Auch in der Kunst ist Glas nicht mehr wegzudenken. Es reflektiert, ist lichtdurchlässig und spiegelt zugleich, bewahrt dabei jedoch stolz seine Unergründlichkeit bis in die kleinsten Faser. Auch für die Amerikanerin Christina Bothwell eine schier unerschöpfliche Quelle, um ihren mysteriösen Skulpturen den entsprechend Glanz und Tiefe zu verleihen. Ihre kleinen, filigran gefertigten Figuren von Meerjungfrauen, liebenden Paaren, Fischen und sanfter Melancholie trunkenen Mädchen geben das preis, was unter der Oberfläche liegt: Erinnerungen, Ängste, Träume.
Bothwell schafft Licht ins Dunkle und erwärmt so, trotz frostig eisiger Erscheinung, die Herzen den Betrachter.
In my work I am drawn to the processes of birth, death, and renewal. What lies below the surface fascinates me and I try to capture the qualities of the “unseen” that express the sense of wonder that I feel in my daily existence. I am attracted to glass because it can do everything that other sculptural media can; in addition, it offers an inner space and transmits light.
My subject matter includes babies, animals, and children as they embody the essence of vulnerability that is the underlying theme in my work. Currently I am exploring metamorphosis as a topic, and have been incorporating figures within figures in my pieces. Within each glass figure there is a smaller figure seen through the surface of the glass.
I think of these pieces as souls, each being pregnant with their own potential, giving birth to new, improved versions of themselves. – (Quelle: 360illusion)
via 360illusion


