Around The World: Station 16 – Row row row your boat

Land: Australien

Ort: Whitsunday Island

Drei Tage und zwei Nächte auf einem 15×9 Meter großen Katamaran waren eine echte körperliche Herausforderung für uns zwei Landratten.

Doch fangen wir von vorne an. Unser eigentlich gebuchtes Schiff musste auf Grund der schlechten Wetterlage den Ausflug absagen, also buchten wir kurzerhand um und befanden uns bereits am folgenden Tag auf oben beschriebenen Boot namens „Wings 2“.

Die Segel konnten wir leider nicht hissen, da die Wettervorhersage ein Regen und 20-30 Knoten Wind prophezeite. Vor der Abreise konnte ich mir unter solchen Angaben wenig vorstellen, doch mittlerweile weiß ich, dass es sich dabei um einen ganz ordentlichen Sturm mit ausgewachsenen Wellen handelt und dass gar keine guten Voraussetzungen für einen angenehmen Segeltörn sind. Bereits auf der ersten Fahrt zur Whitsunday Island habe ich mich dann meiner Lieblingsbeschäftigung dieser Seereise gewidmet und die Fische gefüttert – wenn ihr versteht, was ich meine. Dementsprechend war ich bei Ankunft an der Schnorchel und Tauchstelle nicht in der Lage am Einführungskurs Tauchen teil zu nehmen. Ich habe mich alternativ in bekannte Gewässer und somit in meinen Neoprenanzug samt Schnorchelequipment gezwungen. Der Sprung ins kühle Nass war dann die erhoffte Erlösung von den Strapazen und ich konnte, trotz spärlicher Sichtverhältnisse die Artenvielfalt des Great Barrier Reefs genießen.

Der Ausflug verlief größtenteils ohne spektakuläre Ereignisse, da das Schnorcheln und Tauchen nicht viel her gab. Die aufgewühlte See lies nichts erkennen und der Mantarochen ist vielleicht an uns vorbei geschwommen, gesehen haben wir ihn aber nicht. Dafür gab es zwei Ausflüge in den Dschungel und einen zum Whitehaven Beach.

Am zweiten Abend befanden wir uns alle ausnahmslos auf Deck. Der Sturm hatte uns nun endgültig erwischt und die Wellen waren schlimmer denn je. Diesmal erwischte es nicht nur mich, sondern gleich die halbe Truppe und wir erfreuten uns des lustigen Spiels des Synchron-“fütterns“.

Nach drei Tage auf See und etlichen Umarmungen der Rehling waren wir froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und trotz der körperlich erschöpfenden Ereignisse, oder gerade deshalb, war es ein unvergessliches Erlebnis, das ich so schnell nicht wiederholen, aber genauso wenig missen möchte.



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A.T.W.: Mit i-ref einmal um den Globus. Seit Juli 2010 berichtet Autorin Julia Schwabe auf www.i-ref.de von in ihrem 180-tägigen Trip um die Erde und gewährt zusätzlich private Einblicke in das Leben zweier Menschen, die wohl erst jetzt realisieren, wie klein die Welt doch ist.

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