Around The World: Station 15 – Die größte Sandkiste der Welt

Land: Australien

Ort: Fraser Island / Hervey Bay

Wie das eben so ist mit Ängsten und Phobien. Wenn man sich ihnen stellt, sind sie meist nicht mehr so schlimm. Also haben wir trotz Dominiques Aversion gegen Camping eine 3 Tage-Tour in Geländewagen und 4-Mann-Zelt auf Fraser Island gebucht und gleich vorweg, Zelten kann trotz fehlender Sanitäranlagen spaßig sein.

Die DVD, die uns vor unserem Start gezeigt wurde, machte mir schon ein wenig Angst, ob der vielen gefährlichen Dingos und der hohen Wahrscheinlichkeit mit dem 4WD im tiefen Sand stecken zu bleiben – was dann auch 3 mal passiert ist. Ich sage euch, dass ist echt kein Spaß diese tonnenschweren Jeeps wieder frei zu schaufeln und bergauf an zu fahren.

Das Abenteuer begann mit einem gemeinsamen Einkauf der Lebensmittel, die wir meinten für einen solchen Trip gebrauchen zu können. Im Eiltempo juckelten wir anschließend zur Fähre die uns auf die Insel bringen sollte. Nach etwa einer Stunde legten wir an und fuhren erst ein wenig schüchtern, später mit mehr Schwung unsere ersten sandigen Wege Richtung Lake Wobby, der an diesem Tag unsere einzige Erfrischung bleiben sollte. Nachteil an der Geschichte, wir mussten über eine wahnsinnig große Düne, deren Anblick wir nicht wirklich genießen konnten, da uns unsere Füße so sehr verbrannten, dass wir alle nur noch Augen für das kühle Nass am Ende des Sandes hatten.

Am Abend bauten wir zum ersten aber nicht zum letzten Mal unsere Zelte auf und erfreuten uns bei BBQ und Wein zaghaften Begegnungen mit einigen Dingos – einzeln schienen sie uns nicht so gefährlich, wie uns versucht wurde weiß zu machen.

Der zweite Tag bot ein ungemütliches Erwachen um 6 Uhr morgens als es im Zelt zu heiß und außerhalb davon auf Grund fieser Schmeißfliegen schmerzhaft wurde. Der Ausblick vom Indian Head auf einige Tigerhaie und Rochen machte diesen anstrengenden Morgen allerdings wieder wett. Die tägliche Naturdusche gab es diesmal im Eli Creek, an dem sich auch einige Australier eingefunden hatte um ihren Nationalfeiertag zu begießen.

Der letzte Tag bot dann noch einmal genügend Chancen im Sand stecken zu bleiben, sich einen ordentlichen Sonnenbrand zu holen und sich im Lake McKenzi zu erfischen.

Nach 3 Tagen unvergesslichem Abenteuer, neuen Freunden, unzähligen Dingos in Reichweite, den fiesesten Schmeißfliegen meines Lebens und Sonne, Strand und Meer satt, waren wir jedoch alle froh unsere Sonnenbrände mit einer erfrischenden Dusche im Hostel kühlen zu können.



___________________________________________________________________________

A.T.W.: Mit i-ref einmal um den Globus. Seit Juli 2010 berichtet Autorin Julia Schwabe auf www.i-ref.de von in ihrem 180-tägigen Trip um die Erde und gewährt zusätzlich private Einblicke in das Leben zweier Menschen, die wohl erst jetzt realisieren, wie klein die Welt doch ist.

Intro,, Station 1, Station 2, Station 3, Station 4, Station 5, Station 6, Station 7, Station 8, Station 9, Station 10, Station 11, Station 12, Station 13, Südostasien Rückblick, Station 14, …

3 Kommentare

  1. Pingback: Around The World: Station 16 – Row row row your boat

  2. Pingback: Around The World: Station 17 – Von Haien und Kängurus

  3. Pingback: Around The World: Station 18 – Red desert

Kommentar schreiben