
Der Melbourner Künstler Jay Barry Matthews ist eine Wundermaschine. Er ist Fotograf, Performance-Künstler, Kostüm-Designer und vieles mehr. Seine Talente zusammengenommen, KLICK, und heraus kommen Bilder wie diese:
JBM wird nicht müde, ständig erfindet er neue Charaktere, ersinnt ganze Geschichten hinter dem Bild, hinter der Situation. Dem Voyeur seines Blogs zeigt er eine kleine Auswahl dieser Autoportraits. Nehmen wir zum Beispiel die Schönheitskönigin Miss Mrs Ms:
Sie hatte so hart gekämpft, nun endlich konnte sie sich in der Abteilung Bikini gegen ihre Mitstreiterinnen durchsetzen. Sie verliert die Kontrolle, als sie endlich ihren Lebenstraum -die goldene Trophäe- in der Hand hält. Jetzt kann es jeder sehen: sie ist die Schönste im ganzen Land. Vielleicht sogar die Schönste überhaupt.
Und auch Doreen, die ältere Dame, die uns zeigt, dass ihre Libido längst noch nicht ergraut ist.
Dies sind 3 Beispiele des JBM. Er spielt die Tunte, er ist die Oma, er ist der Loser, der sich die Plastiktüte übers Gesicht zieht. Die Charaktere, die er erfindet geben tiefe Einblicke in einen komplexen Kopf. JBM verhöhnt die Welt, er spielt mit Erwartungen und überzieht Stereotype so stark, dass sie dabei fast zufällig als solche entblößt werden. In seinen Arbeiten verbindet er kindlichen Spaß mit erwachsener Apokalypse. Oft sind seine Bilder zu dunkel, als dass man über sie lachen könnte – doch zu hell um wirklich verstört zu sein.
Die ausgewählten Bilder geben einen kleinen Einblick in die Arbeiten des JBM. Es lässt sich erahnen, dass es da hinter dem Bildschirm noch weitergeht – dass wir längst nicht alles gesehen haben, was die Wundermaschine produziert, dass der Kopf von Matthews platzt und dass noch einiges kommen wird.
Und zu guter Letzt, die neusten Werke des JBM:
The Hair Swing 2009
und:
Curtain 2010





