Li Wei spielt mit der Vorstellung von physikalischen Gesetzen wie kein Zweiter. Der aus Peking stammende Künstler erschafft unwirkliche Szenarien, ganz ohne digitale Nachbearbeitung, sondern mit Körperspannung und Hilfe einiger Drahtseile. Wei’s Performance-Serien bewegen sich zwischen Gravitation und Illusion und sorgen beim Betrachter für Verwirrung im Wahrnehmungszentrum des Gehirns.
Mit einer Spiegelfläche von einem Quadratmeter, einem kopfgroßen Loch in deren Mitte und einer unvergleichbaren Idee entstand im Jahr 2000 das erste Bild der Serie “Mirroring”. Die Wirklichkeit verschwimmt zu einem immateriellen Abbild. Der Kopf des Künstlers scheint zu schweben, die Umgebung surreal.
Li selbst ist bis heute mutiger Protagonist seiner Bildwerke. Nicht selten entstehen seine Aktionen an gewagten Orten, wie Hochhausdächern und Baugerüsten in schwindelerregenden Höhen, manches Mal sogar mit Frau und Säugling. So werden ganz besondere Metaphern erzeugt und im Subtext ein Gefühle der Haltlosigkeit hervorgerufen.
„Was ich bei meinen Performances erlebe,“ so Li Wei, „gibt mir den Antrieb für meine folgenden Projekte.“
Seinen neusten Werke hinterlassen teilweise einen sozialkritischen Nachgeschmack, den man dank der nie langweilig werdenden Sprung, Flug- und Falldarstellungen nicht angenehmer hätte aufnehmen können.
Aktuelles seht ihr hier, für seine vergangenen Projekte lohnt sich ein Blick auf seine Website.
via fubiz


Ha die bilder sind klasse! Den typen muss ich mir merken
mir wird immernoch ein bisschen schwindelig beim anblick ^^