Around The World: Station 13 – “Schmuck der gegen Tiger hilft”



Land: Thailand

Ort: Chiang Mai

Zurück in Thailand, genauer in Chiang Mai, haben wir eine besonders schöne Unterkunft gefunden – das Queen Victoria Inn. Vier Tage Chiang Mai: Eine Stadt und Region voller Kultur, die für die Thais kulturelle Wiege und Nationalsymbol ist. Wir haben uns ihr mit einem ersten Tag Tempelbesichtigungen, Kaffeepausen und entspannter Thai-Massage genähert. Völlig überraschend stellten wir fest, dass der Stamm mit den langhalsigen Frauen und Mädchen hier ansässig ist. Ursprünglich sollten die Ringe am Hals vor Tigerbissen schützen, heute, da es kaum noch Tiger gibt, sind sie mehr modisches Accessoire als Schutz.


Ein weiteres Highlight: der Besuch des Wat Phra That Doi Suthep auf Chiang Mais höchstem Berg und gleichzeitig heiligster Stätte – ein Elefant mit Buddha auf dem Rücken wählte einst die Stelle als Ort für den Tempelbau – heute kann man neben goldenen Tempelanlagen einen wunderbaren Ausblick über Chiang Mai und traumhafte Sonnenuntergänge genießen.

Einige Busstunden und unzählige Kilometer südlich von Chiang Mai führt uns eine weitere Tagestour ins Hinterland von Kanchanaburi. Pünktlich um 8 Uhr geht es los – im raketenbetriebenen Minivan. Erster Programmpunkt der Soi Yok Noi Wasserfall, der ein erfrischendes Bad bietet. Wellness kommt auf unserer “Leisure Tour” nicht zu kurz. Eine Stunde baden in den 40-45 Grad Celsius warmem Hin Dat Quellen ist bei gleicher Lufttemperatur nur mit regelmäßiger Abkühlung in den kalten Quellen nebenan erträglich – ich fühle mich wie ein Hummer, lebendig in kochendem Wasser dahingarend.

Und was kommt meist nach einem ausgiebigen Schwimmbadbesuch? Ein nahrhaftes Mahl, und so auch für uns. Gut gestärkt widmeten wir uns nun dem ernsthaften und bildungsreichen Punkten unseres Ausfluges. Ein Besuch der „Hellfire Pass“ Gedenkstätte samt Museum machte uns nachdenklich – 415 km Zugstrecke mit bloßer Menschenkraft erschaffen. Die Strecke führt von Thailand nach Burma und wurde in lediglich 20 Monaten von Kriegsgefangenen der Japaner im 2. Weltkrieg erschaffen. 18 Stunden Sklaverei jeden Tag, nur ein paar Gramm Reis und diverse Tropenkrankheiten forderten ihren Tribut: rund 100.000 Tote. Zur Abrundung des Programms gab es eine Fahrt auf der Todesstrecke mit Endstation: Die Brücke am Fluss Kwai.


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A.T.W.: Mit i-ref einmal um den Globus. Seit Juli 2010 berichtet Autorin Julia Schwabe auf www.i-ref.de von in ihrem 180-tägigen Trip um die Erde und gewährt zusätzlich private Einblicke in das Leben zweier Menschen, die wohl erst jetzt realisieren, wie klein die Welt doch ist.

Intro,, Station 1, Station 2, Station 3, Station 4, Station 5, Station 6, Station 7, Station 8, Station 9, Station 10, Station 11, Station 12, …

6 Kommentare

  1. hm…was ist den eine klassische Thaimassage??? ich habe da immer von so zwielichtigen Methoden gehört. ^^ Sorry, WEN wenn nicht DICH kann ich dazu fragen!

  2. Das mit dem “klassisch” bei der Thaimassage ist tatsächlich so ein Ding. Traditionell/klassisch handelt es sich dabei um eine Ganzkörpermassage (wahlweise mit Öl) und tut bei den ersten Malen auch ordentlich weh, denn es wird geknetet, gedehnt und gezogen was die kleinen Finger der Thaidamen so hergeben. Danach fühlte ich mich aber immer ordentlich entspannt und gelenkig;)

    Nichts für Leute mit Berührungsangst – Ganzkörpermassage heißt auch Ganzkörper.

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