
Im April hatte Berlin etwas zu rätseln – sogar das Berliner Fenster in der U-Bahn berichtete über den Unbekannten, der den Rosenthaler Platz in Farbe getaucht hatte. Zitronengelb, karminrot, cyanblau und violette Farbflecken vermischten sich, hingepinselt durch die Reifenspuren der Autos, zu einem großen Gemälde auf der Fahrbahn.
Kurze Zeit später erzählte mir jemand unter dem Siegel der Verschwiegenheit, wer diese fast schon poetische Aktion durchgeführt hat, und endlich darf ichs auch laut sagen:
IEPE heißt der holländische Künstler, der den Rosenthaler Platz eingefärbt hat. Seine Arbeiten fasst er unter den Begriff der “Sozialen Skulptur”, die in der Gesellschaft oder eben auch mit der Gesellschaft arbeitet. Er hat schon einen Baum am Hackeschen Markt zum Regnen gebracht, im Mauerpark nach Öl gebohrt und ist außerdem Erfinder der weltbekannten (sogar der Stuttgarter Tatort hat das Thema schon einmal verarbeitet!) Hybridsportart Schachboxen mit Clubs in Sibirien, Los Angeles, London und Berlin. Seit gestern kann man die Aktion “Painting Reality” noch einmal in einem Online Video verfolgen.
Immer wieder schön!
haha, so krass. das das damals keinem aufgefallen ist, ist schon der hammer. eweig haben die leute überlegt wer das war.
Ging mir nicht anders. Wohne gleich ums Eck und hatte nichts mitbekommen ausser das abgefahrene Farbenspiel.
ich hab ja zuallererst gedacht, es sei kreide, weil die farben so pastellig aussahen.
hätte wetten könne, dass das eine energy drink, mobielphone kampagne oder ähnliches war. not bad.
ja – gut zu sehen, daß es auch noch guerilla-aktionen gibt, die nicht von irgendeiner marketing-abteilung erdacht wurden, sondern einfach aus spaß an der schönheit entstehen.
Ich weiß noch: Das war der erste richtig schöne warme Sonntag Nachmittag. Ich stand da an der Ampel und dachte “Geil”. Martina, war von dem auch diese jahrelange Sache mit den umgekippten Farbeimern auf den Bürgersteigen? Da sind doch auch immer alle durchgangen und Räder durchgefahren?
ah… das weiß ich nicht so genau. Ich glaube aber nicht. Soweit ich weiß, ist das die erste Aktion mit Farbe, die er gemacht hat. Ich bin aber auch großer Fan des regnenden Baumes am Hackeschen Markt, darüber hab ich damals genauso gerätselt.
Ich dachte immer, das mit den umgekippten Farbeimern wäre vielleicht eher der schrullige Typ gewesen, der Nummern und @-Symbole auf leere Farbeimer malt und die an Laternenpfähle hängt. Weißt du, wen ich meine? Ich hab leider keine Ahnung, wie der heisst.
Ich möchte übrigens kurz anmerken, daß die ganzen anonymen Kommentare da oben gar nicht anonym gedacht, sondern von mir geschrieben sind – leider stimmt anscheinend irgendwas mit meinem Facebook Login nicht.
- Martina
Und ich möchte kurz anmerken, dass i-ref keine Schuld daran hat, sondern einzig unsere Mutter FACEBOOK daran schuld ist.