Tetine: Tropical Punk


Vor 25 Jahren sagte Arnold Schwarzenegger gegenüber dem Playboy: „The ass is the best thing about Brazilian women and their nation’s culture!“ Punkt. Aus. Da sind sie, die Uraltklischees der brasilianischen Nation – genau das, was São Paulos reinrassige “Tropical- Mutant-Punk-Funk”-Band Tetine erforscht, kritisiert und ironisch zu salutieren versucht.

So betritt beispielsweise Sängerin und Multi-Instrumentalistin Eliete Mejorado meist im knappen Gewand einer Karnevalstänzerin die Bühne und zeigt dem Publikum – in Kombination aus sexuell aufgeladenen Looks und politisch provokanten Songs, wie der Hip-Hop-Nummer L.I.C.K. My Favela – ihre Form des Protests. Gegenüber xlr8r.com kommentiere Mejorado:

It’s fun and political at the same time, the world is an ultra-technological place and super-sexualized, but people don’t really know what to do with their bodies.

So war es immer: Aufgewachsen in Brasilien, tanzten Mejorado und Partner Bruno Verner gerne als Konzeptkünstler und Punks aus der Reihe – bis zu dem Moment, als sie auf der Strasse diesen Lärm vernahmen, Funk Carioca. Eine aus den Favelas entsprungene Version des Miami Bass verzaubert Tetine und beeinflusste ihre Mischung aus Elektro, Post-Punk und Synthie-Pop.

Und obwohl sie der Heimat längst den Rücken kehrten und heute in London leben, sind die prägenden kulturellen Merkmale der Songs geblieben – einschließlich dem Sounds, den keiner vergessen wird.

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