Die Narben der Erde – Fotografien von J. Henry Fair

“Sometimes there is beauty is the worst of things” – Ben Hervey (Good)

J. Henry Fair dokumentiert den menschlichen Eingriff in die Natur, die Umweltverschmutzung, den Klimawandel und die Nebenwirkungen der Energiegewinnung. Die blanke Zerstörung bekommt aus der Vogelperspektive ein anderes Gesicht. Farben, Muster und Formen bilden abstrakte Kompositionen, die Fair mit regelmäßigen Flugzeugausflügen auf der ganzen Welt einfängt. “Industrial Scars” nennt er sein Projekt. Verseuchter Abfall aus Kläranlagen, Braunkohlewerke, Schwefelflüsse: Die Narben, welche die Industrie in der Natur hinterlässt, spürt Fair auf.

Beim Betrachten seiner Fotografien steht zunächst die Schönheit im Vordergrund. Sie zieht an, stiftet Verwirrung und Unbehagen, nachdem klar wird, welche gewaltige Zerstörung das Bild zeigt. Ruft das ein unwohles Gefühl hervor, weiß J. Henry Fair, dass seine Arbeit erfolgreich war.

Der New Yorker Fotograf zeigt somit Chroniken der weltweiten industriellen Verschmutzung unseres Planeten. Ob kürzlich über dem Golf von Mexiko oder im deutschen Ruhrgebiet, einem der ältesten Industrieräume überhaupt – Fair findet die hässliche Schönheit, das Farbenspiel der geschändeten Natur.

Auf J. Henry Fairs Fotografien schneidet die Erde ästhetische Horrorgrimassen in die Luft. Gesichter, die uns lehren der Verantwortung gegenüber der Natur bewusst zu werden.

© J. Henry Fair


2 Kommentare

  1. Tolle Bilder – ich verstehe jedoch Fotografen nicht, die © und ihren Namen in ihre Bilder schreiben. Sieht unglaublich scheiße aus und macht das ganze Bild kaputt! Wer solche großartigen Fotos schießt muß doch in irgend einer Art und Weise visuellen Anspruch haben….

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