China: Beijing – Nördliche Hauptstadt

Land: China

Ort: Peking

Die Hauptstadt der Volksrepublik China ist gespeist mit Zeugen und Zeugnissen einer dreitausend Jahre alten Geschichte und ist damit eine der spannendsten Metropolen unserer Asienreise. Wie viele Einwohner diese Megacity genau hat lässt sich nicht exakt festhalten, es sind mittlerweile aber über 15 Millionen und in etwa so fühlt es sich wenigstens an den touristischen Stätten und in der U-Bahn auch an.

In den sechs Tagen unseres Aufenthaltes haben wir nur einen Bruchteil der unzähligen Sehenswürdigkeiten bestaunt, bestiegen und durchwandert. Mit Abstand am eindrucksvollsten war neben der Verbotenen Stadt, dem Sommer-Palast, dem Tiananmen Platz und einigen Tempeln die chinesische Mauer.

Trotz der widrigen Wetterumstände eines winterlichen Pekings – Temperaturen um 0 Grad Celsius, Smog, der die Stadt in einen eigenartig dumpfen Zustand versetzt und sich täglich einen unerbitterlichen Kampf mit der Sonne liefert – haben wir den Tagesausflug zur „Langen Mauer“ genossen wie kaum einen anderen. Mit dem Skilift geht es aufwärts, die Hände fühlen sich taub an, das Gesicht hingegen spüren wir gar nicht mehr. 1,5 Stunden auf der Mauer, auf der Lauer, ob nicht doch ein chinesischer Feind hinter den Bergen auftaucht und bekämpft werden will. Gespannt hören wir den Ausführungen unserer Reiseführerin zu – die sich neben ihrem eigentlichen Namen noch eine westlichen gegeben hat, damit wir ihn besser aussprechen können. Nach der Geschichtsstunde haben wir noch ausreichend Zeit um ein paar Kilometer auf der Mauer zu balancieren und ich fühle mich das erste Mal so richtig befreit von all den Altlasten des zurückgelassenen deutschen Alltags.

Das Kind in mir kommt dann beim Abstieg nicht an der verlockenden Sommerrodelbahn vorbei und wir sausen mit neuen Eindrücken dem Boden der Tatsachen entgegen.

Der große Mao äugt auf den Tiananmen Platz wie eh und je (nehme ich an). Der Sommerpalast ist auch im Winter schön, die verbotene Stadt stark, der Lama-Tempel weniger besucht und im Zoo werden wir zu wilden Tieren, um den Tiger vor seinen asiatischen Besuchern zu schützen. Diese wollen unterhalten werden und werfen mit Steinen nach den bedrohten Tierarten, damit diese sich doch bitte bewegen und nicht faul auf ihrer Haut liegen mögen.

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