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Ich hatte das Vergnügen, Mine Vaganti („Männer al dente“ der unsägliche deutsche Titel) im Februar auf der Berlinale zu sehen, als Teil des Panorama-Programms. Mine Vaganti gehört, ähnlich wie Up In The Air und A Single Man, zu den Filmen, die alles haben: Ein gutes Drehbuch, tolle Darsteller, schöne Bilder, die passende Musik und viel Emotion. Thema des neuesten Werks von Regisseur Ferzan Özpetek, das immerhin eine Teddy-Nominierung einheimsen konnte, ist weniger Homosexualität in einer patriarchalischen Gesellschaft denn das Streben nach einem selbstbestimmten Leben, die Suche nach Glück und nach Liebe.
Absolut stimmig wiegt Mine Vaganti den Zuschauer zwischen Lachen und Weinen. Einen kurzen Augenblick droht der Film ins Klamaukhafte abzurutschen, bekommt aber rechtzeitig die Kurve. Neben den wahnsinnig gutaussehenden männlichen Darstellern ist Ilaria Occhini ein absolutes Highlight. Sie spielt die freigeistige Großmutter der Familie, die dem 90-Minüter seinen Namen gibt: Mine Vaganti heißt soviel wie die Unberechenbare.
Die gelungene Mischung aus Drama und Komödie ist wesentlich berührender als der Trailer vermuten lässt. Özpetek, der hierzulande mit seinem Erstlingswerk Hamam (1997) bekannt wurde und seitdem zu den wichtigsten Filmemachern des aktuellen italienischen Kinos gehört, gelingt zudem etwas Seltenes: Die perfekte Schlusssequenz.
Wer mehr über die Handlung wissen möchte, muss dies an anderer Stelle in Erfahrung bringen – am besten ab dem 15. Juli im Kino!


